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Nicht nur Steve Jobs: Auch Musicload ist gegen DRM

19.03.2007 | 08:34 Uhr |

Die prominenten Gegner des Digital Rights Management (DRM) häufen sich.

Nachdem sich Steve Jobs im Februar dafür ausgesprochen hatte, Musik über Online-Portale ohne Kopierschutz zu verkaufen, fordert jetzt auch T-Onlines Download-Service Musicload ein "Comeback von MP3" in seinem Medien-Newsletter "forward". Die von der Musikindustrie angestrebte Umsatzsteigerung des Online-Marktes um 25 Prozent bis 2010 lasse sich nur mit offenen Standards erzielen. Musicload zweifelt ferner an der Kundenfreundlichkeit von DRM: Drei von vier Problemen, die mit Musicload-Dateien auftreten, seien auf den Kopierschutz zurückzuführen. Die mangelnde Kompatibilität zwischen einzelnen Angeboten und Abspielgeräten hemme außerdem den Wettbewerb. Als Positivbeispiel nennt Musicload das "Fanta Vier"-Plattenlabel FourMusic, das nach dem Umstieg auf MP3s mit digitalem Wasserzeichen den Absatz um mehr als 40 Prozent steigern konnten. Einen ähnlichen Weg hat etwa die berliner Punk-Rock-Band Die Ärzte eingelegt, die ihre Songs ebenfalls im ungeschützten MP3-Format über einen eigenen Shop ( "äTunes" ) vertreibt.

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