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Nikon D2H: Schnelle Profikamera

22.07.2003 | 11:02 Uhr |

Speziell für Profifotografen, die hohe Ansprüche an die Aufnahmegeschwindigkeit und der Reaktionsschnelligkeit stellen, soll sich die Spiegelreflexkamera Nikon D2H eignen.

Sie ist ab Oktober für 4.000 Euro zu haben. Alle technischen Funktionen und Komponenten der Kamera sind laut Nikon auf diese Anforderungen hin optimiert. So soll die Auslöseverzögerung der D2H mit 37 ms noch schneller als beim analogen Nikon-Flaggschiff F5 sein. Nikon erreicht dies durch ein weiterentwickeltes Verschlusssystem der F5. Auch der neue Bildsensor ist auf Geschwindigkeit getrimmt. Der erstmals von Nikon entwickelte Sensor im DX-Format bietet einen hohen Datendurchsatz, der in Verbindung mit dem Verschluss bei einer effektiven Auflösung von 4,1 Megapixel eine Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu acht Bildern pro Sekunde ermöglicht. Die vom 23,1 x 15,5 mm großen Sensor erfassten Pixeldaten werden mit hoher Geschwindigkeit über zwei gleichgerichtete Kanäle ausgelesen. Laut Nikon bietet der eigene CCD-Sensor ein extrem geringes Rauschen und einen hohen Dynamikumfang. Das neuartige NEF-"Kombi"-Format ermöglicht eine gleichzeitige Speicherung der Aufnahmen als NEF-(RAW)- und JPEG-Datei. Das neue Autofokussystem misst die Entfernung mit Hilfe von 11 Messfeldern und deckt damit laut Nikon 75% des Bildfelds ab. Neun der 11 Messfelder sind empfindliche Kreuzsensoren, die in einer Matrix von drei Zeilen und drei Spalten angeordnet sind. Zwei weitere Sensoren dienen zur Erfassung von Objekten an den seitlichen Bildrändern. Über ein Airport-kompatibles, drahtloses Netz (IEE 802.11b) kann man mit dem zusätzlichen Aufsatz WT-1 Bilder direkt von der Kamera aus zu einem Rechner senden. Der Sender wird auf der Unterseite der Kamera angebracht. Sinnvollist dies beispielsweise bei Sportveranstaltungen in einem Stadion, bei denen der Fotograf auf diese Weise etwa die Fotos sehr schnell in die Redaktion senden kann.

Passende Objektive

Zur Kamera passend bietet Nikon zwei Weitwinkel-Objektive im DX-Format an. Neben dem 1650 Euro teurem Weitwinkelzoom AF-S DX 17-55 mm/2.8 G IF-ED bekommt man das AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm/2.8 G ED für 800 Euro. Das 17-55-mm-Zoom-Nikkor  ist ein Weitwinkelzoom, das für fotografische Standardsituationen konstruiert wurde. Der erfasste Bildwinkel des DX-Nikkors entspricht dem eines Objektivs mit einer Brennweite von 25,5-82,5 mm bezogen auf Kleinbildfilm. Darüber hinaus verfügt das leistungsstarke und leicht zu bedienende Weitwinkelzoom über einen Zoomfaktor von 3,2 und eine Lichtstärke von 2,8. Die aus 14 Linsen bestehende und in 10 Gruppen angeordnete optische Konstruktion enthält drei ED-Linsen (Extra-low Dispersion) sowie drei asphärische Linsen zur Reduktion von Verzeichnungen. Gegenüber dem AF-S Zoom-Nikkor 17-35 mm/2.8 D ED wurde die Abbildungsqualität und Handhabung des Objektivs verbessert. Zur technischen Ausstattung des DX-Nikkors gehört außerdem ein Silent-Wave-Motor, der einen schnellen und geräuschlosen Autofokus ermöglicht. Mit dem AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm/2.8 G ED und einer Kamera aus Nikons D-Serie können Bilder mit einem Bildwinkel von 180° aufgenommen werden. Das Objektiv erlaubt außerdem Aufnahmen in einem Motivabstand von 14 cm. Dabei zeigt das DX-Fisheye die gleiche hohe Tiefenschärfe und typische Verzeichnung herkömmlicher Fisheye-Objektive. Beide DX-Nikkore weisen laut Nikon ein geringes Coma und eine ebenso geringe laterale Aberration auf. Gegenüber den entsprechenden Objektiven für die Kleinbildfotografie, dem bereits erwähnten AF-S Zoom-Nikkor 17-35 mm/2.8 D ED und dem AF Fisheye-Nikkor 16 mm/2.8 D, wurde die Modulationsübertragungsfunktion (MTF) verbessert.

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