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Nintendo: 10 Millionen Gameboys in Europa verkauft

09.12.2003 | 15:55 Uhr |

Der japanische Spielekonsolen-Hersteller Nintendo sieht sich für den wachsenden Konkurrenzkampf im Markt mobiler Konsolen in einer guten Startposition.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine mobile Konsole Game Boy Advance in Europa mehr als 10 Millionen Mal verkauft. Davon entfielen 3 Millionen auf das Nachfolgermodell Game Boy Advance SP des im Jahr 2001 eingeführten Spielzeugs. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt/Main mit.

Seit wenigen Wochen muss sich das japanische Traditionsunternehmen nicht nur im schwer umkämpften Konsolenmarkt, sondern auch im Markt für mobile Geräte neuer Konkurrenz stellen. Der finnische Handy- Hersteller Nokia hatte im Oktober seine Handtaschenkonsole «N-Gage» auf den Markt gebracht. Marktführer Sony plant für das kommende Jahr die Einführung einer mobile Playstation «PSP» (P für portable) und fordert damit den Weltmarkt-Zweiten in dessen bislang allein beherrschten Marktsegment heraus.

Nintendo verzeichnete in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (bis 30. September) mit einem Fehlbetrag von 2,89 Milliarden Yen (22,76 Millionen Euro) erstmals in seiner Geschichte rote Zahlen. Ein Grund sollen vor allem der unerwartet schlechte Verkauf der High-Tech-Konsole GameCube gewesen sein. Mit einem radikalen Preisnachlass versuchte Nintendo seinen Marktanteil in Europa wieder in die Höhe zu treiben und Sony und Microsoft Paroli zu bieten. Derzeit verkauft Nintendo seinen GameCube mit rund 100 Euro um 30 Euro billiger als den mobilen Game Boy Advance.

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