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Noch ein Mac-Wurm: InqtanaA. kommt per Bluetooth

20.02.2006 | 11:25 Uhr |

Nicht über das Internet, sondern aus der direkten Umgebung könnte ein neuer Schädling den Mac erobern. Könnte. Denn noch existiert InqtanaA. nur im Labor. Wer alle System- und Security-Updates gemacht hat, ist bereits auf der sicheren Seite.

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Winterzeit ist Erreger-Zeit. Seit Donnerstag hält der angeblich erste Mac-OS-X-Virus die Benutzer in Atem, doch seitdem klar ist, dass es „bloß“ ein Wurm ist, der sich über iChat fortpflanzt und das auch nur durch fahrlässiges Handeln des Benutzers, verraucht die Aufregung. Unaufgeregt daher auch die Mitteilung über einen zweiten Schädling, die die Kollegen von Macworld USA am Freitagabend veröffentlicht haben: Ebenfalls als Wurm klassifiziert haben die Virus-Experten vom Softwarehersteller F-Secure den Schädling InqtanaA., der auf eine Sicherheitslücke beim Kurzstreckenfunk Bluetooth setzt, sich über das OBEX-Protokoll verbreitet und auf dem Rechner dann schadhaften Code ausführen könnte. Dieses Sicherheitsleck hat Apple bereits mit dem Security Update 2005-006 geschlossen, regelmäßig gepflegte Macs haben also nichts zu befürchten.

Selbst der mahnende Software-Hersteller will diesen Schädling noch nicht „in freier Wildbahn gesehen“ haben, bietet aber eine Anleitung , wie sich infizierte Systeme von diesem Wurm befreien lassen. Tiger-Anwender, die das Sicherheitsupdate nicht geladen haben, können dies alternativ auch über ein Combo-Update von Mac-OS X 10.4.5 nachholen – und sollten bis dahin per Bluetooth keine unbekannten Dateien von unbekannten Partnern mehr empfangen, die sich in einem Umkreis von maximal 100 Metern befinden können. Weiter funkt Bluetooth nämlich nicht – allein das vermindert bereits das Ansteckungsrisiko drastisch.

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