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Navigationssoftware von Tom Tom in Arbeit

07.07.2009 | 11:37 Uhr |

Navi-Anbieter Tom Tom arbeitet immer noch an seiner ersten Software für das iPhone. Noch im Sommer sollen Software und die optionale Halterung fürs Auto erscheinen. Dabei kämpft der Hersteller mit iPhone-spezifischen Problemen.

WWDC 09 Keynote: tomtom
Vergrößern WWDC 09 Keynote: tomtom

Der erste Routenplaner für das iPhone ist auf dem Markt, der niederländische Hersteller Tom Tom, der auf der WWDC die Gelegenheit hatte, seine Lösung vorzustellen, ist mit seiner Entwicklung jedoch noch nicht fertig. Anders als etwa Navigon verkauft Tom Tom nicht nur die Software, sondern bietet für das iPhone zusätzliche Hardware an, in Form einer Autohalterung, die zur verständlicheren Sprachausgabe einen Lautsprecher integriert hat. Im Gespräch mit unseren Kollegen von Macworld versichert Tom-Tom-Vizepräsident Tom Murray, die Entwicklung mache Fortschritte. Einen Erscheinungstermin und den Preis nennt er zwar nicht, gibt aber Einblicke in die Software, die über jene auf der WWDC präsentierten hinausgehen.

Probleme beim iPhone

So erklärt Murray etwa, auf welche Schwierigkeiten Tom Tom bei der Entwicklung für das iPhone gestoßen ist. Stand-Alone-Navis würden meist mit einem 4,3-Zoll-LCD arbeiten, während das iPhone nur einen 3,5-Zoll-Bildschirm anbietet. Auch fehle es dem Telefon an Hardware, die Navis einsetzen, etwa an Gyroskopen, die zur Positionsbetimung bei Unterbrechung des GPS-Signals dienen, etwa in Tunnelfahrten. Auch das fehlende Multitasking mache Probleme, ein eingehender Anruf beende die Software zwangsweise.

Die Tom-Tom-Software soll auch ohne das Car-Kit funktionieren, jenes biete jedoch unter anderem mit einem eigenen GPS-Empfänger, der zuverlässiger als der des iPhone sein soll, zusätzliche Hardware, um die genannten Limits zu umgehen. Das Car Kit verfügt auch über einen Audio-Ausgang, der sich mit dem Aux-Eingang der Stereoanlage verbinden lässt, so lässt sich auch die iPod-Funktion des iPhone nutzen, wenn die Navigation nicht benötigt wird. Ein Mikrofon und Bluetooth-Schnittstelle machen das Car Kit zudem zur Freisprechanlage für das iPhone.

Vorteile des iPhones

Das iPhone biete den Entwicklern jedoch auch Chancen, die sich mit den Stand-Alone-Navis nicht ergeben. So stellt die Software Karten und Routen je nach Ausrichtung des iPhone im Hoch- oder Querformat dar, zudem unterstützt sie Multitouch-Gesten. Ob das iPhone auch Map Share bietet, mit dem Tom-Tom-Nutzer Routenführungen korrigieren und etwa neue Baustellen auf das Kartenmaterial auf den Tom-Tom-Servern integrieren können, wollte Murray weder bestätigen noch dementieren. Die Tom-Tom-Lösung soll noch in diesem Sommer erscheinen, der genaue Termin steht ebenso wenig fest wie der Preis.

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