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Noch keine Entscheidung über Aufspaltung von Infineon

13.05.2004 | 12:50 Uhr |

Beim Halbleiter-Konzern Infineon ist die Zukunft des riskanten Speicherchip-Geschäfts noch völlig offen.

"Es ist definitiv noch keine Entscheidung getroffen worden", hieß es am Donnerstag in Branchenkreisen. Eine mögliche Abtrennung der DRAM- Sparte werde kontinuierlich geprüft.
Die "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) hatte berichtet, eine Entscheidung stehe kurz bevor.
Schon der Ende März abgelöste Infineon-Chef Ulrich Schumacher hatte mit einem Börsengang der Speicher-Sparte geliebäugelt. Das DRAM-Geschäft sorgt im Aufschwung zwar für hohe Gewinne, im Abschwung aber für drastische Verluste. Durch eine Trennung könnte Infineon mehr Kontinuität ins Geschäft bringen, würde aber deutlich kleiner. Erst vor wenigen Tagen hatte Infineon verkündet, eine Milliarde Dollar in sein Speicherwerk in den USA zu investieren. Zudem wäre es ungewöhnlich, wenn Infineon eine so weit reichende Entscheidung treffen würde, bevor der designierte Vorstandsvorsitzende Wolfgang Ziebart sein Amt angetreten hat.

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