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Nokia-Werbung nimmt Apples Politik ins Visier

02.10.2007 | 11:35 Uhr |

Mit dem letzten Firmware-Update für das iPhone hat Apple viele Kunden verärgert. Marktführer Nokia greift die Stimmung auf und stellt heraus, dass seine Smartphones offen für Anwendungen von Drittanbietern sind – anders als das Mobiltelefon von Apple.

Mit dem letzten Firmware-Update wurden iPhones, die Käufer zur Nutzung mit anderen Providern als AT&T gehackt hatten, unbrauchbar. Und auch für Programme von Drittanbietern, die iPhone-Nutzer installiert hatten, zeigte der Konzern wenig Verständnis: Die Applikationen lassen sich mit der aktualisierten Firmware nicht mehr starten.

Apple-Sprecherin Jennifer Bowcock riet Kunden lapidar, bei Problemen doch ein neues Mobiltelefon zu kaufen. Viele Kunden sind ob dieser Haltung verägert und nicht wenige Branchenbeobachter wundern sich über das Gebahren des frischgebackenen Handy-Herstellers.

Die Konkurrenz indes greift die Politik des Konzerns an. Nokia hat in den USA bereits Plakate geklebt, die mit den Schlagzeilen „Phones should be open to anything“ sowie „The best devices have no limits“ die eigenen Smartphones der N-Serie bewerben und auf die Internetseiten des Unternehmens verweisen. Die ruhigen Zeiten dürften damit für die Öffentlichkeitsarbeiter von Apple erstmal vorbei sein. Nach dem Medienecho rund um die Einführung des Mobiltelefons dürfte das Unternehmen in nächster Zeit mit Kritik an seiner Produktpolitik konfrontiert werden. Und auch von konkurrierenden Herstellern attackiert werden, wie die Kampagne von Nokia zeigt.

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