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Nokia mit N-Gage-Absatz unzufrieden

23.02.2004 | 10:31 Uhr |

Der finnische Handyhersteller Nokia hat mit seiner Spielkonsole N-Gage die selbst gesteckte Marke bislang nicht erreicht.

"Die Umsätze liegen im unteren Bereich dessen, was wir uns zum Ziel gesetzt hatte", sagte Nokia-Chef Jorma Ollila der "Financial Times" (Montagausgabe) und gestand damit zum ersten Mal seine Unzufriedenheit ein. In den ersten zwei Jahren nach dem Marktstart im vergangenen Oktober hatte Nokia einen Absatz von 9 Millionen Stück anvisiert.
Der Konzern will sein Geschäft über die Kernkompetenz Mobiltelefone hinaus ausweiten - die Spielkonsole sollte eine tragende Rolle in der Strategie werden. Laut Ollila können Erfolg oder Misserfolg der Konsole erst im November 2005 beurteilt werden: "Bis dahin haben wir mehrere neue Produkte eingeführt, und die dritte Weihnachtssaison läuft an", sagte er. Nokia wird vorgeworfen, die Spielkonsole mit 300 Euro zu teuer zu vermarkten. Der Konzern denkt jedoch laut Ollila nicht darüber nach, das Produkt künftig billiger anzubieten.
Gleichzeitig widersprach der Unternehmenschef Spekulationen, Nokia könnte auch in den Laptop-Markt vordringen. Angesprochen auf die jüngste Entscheidung, den Anteil an Symbian, dem Hersteller von Smartphone-Betriebssystemen, um 31,1 auf eine Mehrheit von 63,3 Prozent zu erhöhen, betonte Ollila, das Unternehmen solle auch weiterhin unabhängig arbeiten.

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