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Nokia setzt mit Ovi-Store auf Lokalisierungen

17.02.2009 | 07:25 Uhr |

Für Nokia Handys mit S40 und S60 bietet der Ovi-Store personalisierte Angebote. Je nach aktuellen Standort, Freunden und Handy-Konfiguration präsentiert sich das Angebot individuell auf den Anwender zugeschnitten.

Apples anwenderfreundlicher App Store für iPhone-Besitzer ist ein überzeugendes Erfolgsmodell und jetzt will jeder dem Beispiel folgen. Nach der Ankündigung der App Stores von Palm für das Palm Pre , RIM für das Blackberry und Google für das Android G1 gab am Montag auf dem GSMA Mobile World Congress in Barcelona nun auch der weltweit Marktführende Mobiltelefonhersteller Nokia seine Pläne preis.

Nokias App Store Ovi wird ab Mai 2009 personalisierte Anwendungen für alle Nokia Mobiltelefone mit der Benutzeroberfläche Symbian S60 und S40 bieten. Das Nokia N97 wird von Nokia als erstes Modell bereits mit Anwendungen aus dem Ovi App Store vorgeladen.

Ovis Konzept vs. andere App Stores

Im Wesentlichen ist der App Store von Nokia eine Kombination der drei bereits verfügbaren Nokia-Dienste Mosh , dem Online-Musikdienst, Ovi, der ursprünglichen Download-Plattform und Widsets , Nokias Internet-Plattform.

Neu im Konzept dieses App Stores ist, dass ein Anwender ausschließlich Anwendungen sieht, die auf seiner Mobiltelefon-Konfiguration optimal laufen. Programme, die mehr Speicher oder Rechenpower benötigen, werden ausgefiltert.

Neu ist auch die Anpassung des maßgeschneiderten Angebotes an den Standort. So bekommen Anwender auf Achse beim Reisen Restaurantführer, Stadtpläne oder Reiseführer für den neuen Standort angeboten.

George Linardos, der stellvertretender Geschäftsführer und Produkt-Manager bei Nokia, lobt das neue personalisierte Konzept. "Die Anwender sehen nicht einfach nur Sachen zum Kaufen, sondern Inhalte, die sie wirklich brauchen. Theoretisch sehen zwei Verschiedene Benutzer nie das gleiche Angebot", sagt Linardos.

Mit dem Zugang für den Ovi App Store kann ein Anwender als Option eine soziale Netzwerkkomponente wählen und bekommt dann alle Anwendungen gezeigt, die Freunde kauften. Alternativ kann ein Anwender den Inhalt des App Stores auch nach Kategorien durchsuchen. Im Fall von Apples iPhone verfügt der Apple App Store derzeit über 10 000 Anwendungen. Nokia versucht mit dem personalisierten Angebot seine Auswahl übersichtlich zu halten.

Entwickler im Ovi App Store

Entwickler können die Anwendungen ab dem 2. März über das Portal Publish to Ovi in den App Store laden. Nokia wird sicherstellen, dass die Anwendungen keine Viren oder illegale Inhalte enthalten, aber plant, nichts zu zensieren. Die Entwickler können selbst festlegen, ob sie ihren Preisanteil von 70 Prozent vom Netzbetreiber oder direkt via Kreditkarte erhalten wollen, und in welchen Ländern die Applikation verfügbar sein soll. Im Nokia Forum sind vier Millionen Benutzer registriert, aber bisher gab es keine Standard-Lösung zum Verteilen und Verkaufen von Anwendungen.

Bei der Einführung im Mai in vorerst neun Ländern wird der Ovi App Store für 50 Millionen Anwender verfügbar sein. Bis dahin kann Nokia noch konzeptuelle Fehler beheben. So gingen laut einem Blog von Nokia nach einem Zusammenbruch des Kühlsystems jede Menge auf Nokias Server gespeicherte Daten, Kontakte und Bilder der Ovi-Beta-Version verloren.

Nokia schätzt, dass dank seiner Marktführer-Position die Anzahl der Ovi App Store-Benutzer bis 2012 auf 300 Millionen steigen wird.

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