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Nokia strebt bei UMTS-Geräten Marktanteil von 40 Prozent an

13.02.2006 | 15:38 Uhr |

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia will im laufenden Geschäftsjahr bei UMTS-Geräten einen Marktanteil von 40 Prozent erreichen.

«In diesem Jahr erwarten wir den Verkauf von rund 40 Millionen UMTS-Handys», sagte Vorstandschef Jorma Ollila am Montag auf der Mobilfunkmesse 3GSM World Congress in Barcelona. Die Gesamtzahl der weltweit verkauften UMTS-Geräte dürfte voraussichtlich bei 100 Millionen liegen. Insgesamt werde der Handy-Markt wieder um rund ein Viertel wachsen, nachdem er 2005 um 24 Prozent auf 795 Millionen abgesetzte Geräte zugelegt habe.

Ollila kündigte außerdem drei neue Mobiltelefone an. Eines der Geräte - das Modell 6136 - soll als Schnittstelle zwischen Mobilfunk und Festnetz fungieren. Es kann einerseits über WLAN eine Verbindung zum Internet herstellen, so dass beispielsweise Telefongespräche kostengünstig übers Internet geführt werden können (Voice over IP). Andererseits klinkt sich das Gerät bei Verlassen des WLAN-Hotspots automatisch ins Mobilfunknetz ein. Multimedia-Anwendungen wie Fernsehen auf dem Handy oder der Download von Filmen und Musikstücken seien die Zukunft des Mobilfunks, sagte der Nokia-Chef weiter. «Wir befinden uns erst in einer frühen Phase der Entwicklung.» Bereits in Kürze sei aber damit zu rechnen, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeit im Mobilfunk mit UMTS-Variante HSDPA deutlich erhöhen werde. «HSDPA wird in den kommenden Monaten ein großes Thema für alle Mobilfunkanbieter sein.»

Groß werde die Nachfrage voraussichtlich bei Geräten mit Musikfunktionen sein. Nokia rechne für 2006 damit, 80 Millionen Geräte mit integrierten MP3-Playern auszuliefern. Außerdem wollen die Finnen 150 Millionen Handys mit Radio-Funktion verkaufen. Zudem kooperiert Nokia mit dem Handyhersteller Sony Ericsson beim mobilen Fernsehen. Das bevorzugte Format dafür sei DVB-H. Nokia und Sony Ericsson wollen künftig ihre Standards und Spezifikationen aufeinander abstimmen. Außerdem werde Nokia in diesem Jahr in Indonesien ein Pilotprojekt mit DVB-H starten.

Nokia hatte den Handy-Absatz im vergangenen Jahr um 28 Prozent auf 264,9 Millionen gesteigert, der Marktanteil wuchs um 2,7 Punkte auf 32,1 Prozent. Allerdings griffen die Nutzer dabei verstärkt zu günstigeren Nokia-Handys, was die Gewinne der Marktführers drückte.

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