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Nokia sieht durch iPhone zehn Patente verletzt

23.10.2009 | 10:32 Uhr |

Handyhersteller Nokia will Apple wegen Patentverletzung verklagen. Apple soll mit dem iPhone insgesamt zehn Patente des finnischen Unternehmens verletzen.

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Nokia hat gegen Apple am Gericht im US-Bundesstaat Delaware eine umfangreiche Patentklage gegen Apple eingereicht. Alle seit 2007 ausgelieferten iPhones würden zehn von Nokias Patente rund um UMTS, GSM und WLAN-Standards verletzen. Das iPhone nutze bei Telefonie und Datenübertragung von Nokia entwickelte Techniken, ohne dass Apple dafür Lizenzen bezahle. Man habe 40 Milliarden US-Dollar für Entwicklung ausgegeben und die Industrie habe davon profitiert, so Nokia. In dem Fall geht es unter anderem um drahtlose Datenübertragung, Sprachübertragung und Verschlüsselung.

"Apple versucht auf Nokias Kosten einen Freifahrtschein zu bekommen," erklärt Nokias für Patente zuständige Vizepräsident Ilkka Rahnasto den Fall. Nokia selbst hatte im August diesen Jahres einen Patentprozess um 3G-Technologien gegen den Kläger Interdigital gewonnen, Apple hatte mit jenem Unternehmen im Jahr 2007 eine Lizenzvereinbarung geschlossen. "Das Grundprinzip des Mobilfunkmarktes ist, dass die Firmen, die mit Entwicklungen Standards und geistiges Eigentum schaffen, von anderen Firmen dafür entlohnt werden", so Rahnasto weiter.

Es ist derzeit nicht bekannt, was Nokia von Apple fordert. Das Unternehmen erhofft sich durch durch die Klage vermutlich, Druck auf Apple aufzubauen und damit eine Einigung über Lizenzkosten zu erwirken.

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