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Dell hat es auf das Macbook Air abgesehen

18.03.2009 | 10:12 Uhr |

In der Designerklasse für ultradünne Laptops gibt es jetzt drei Kandidaten. Nach Apples Macbook Air und HPs Voodoo Envy versucht sich jetzt auch Dell mit Adamo an designbewusste Kunden zu wenden.

Dell Adamo
Vergrößern Dell Adamo

Dell hat am Dienstag seinen geheimnisumworbenen Laptop Adamo offiziell vorgestellt. Der leichtgewichtige und ultra-dünne’Luxus"-Laptop gilt als lange angekündigte Antwort des PC-Herstellers Dell auf Apples elegantes Macbook Air . Nach einem halben Jahr Gerüchtküche wurde das Gerät - nur zum Anschauen und ohne Spezifikation - auf der CES 2009 im Januar in Las Vegas ausgestellt.

Statt mit seinen üblichen günstigen PCs zielt Dell mit Adamo auf eine völlig neue Kundschaft. "Bei einem Einsteigerpreis von knapp 1900 Euro ist das Gerät für wohlhabende, designbewusste Kunden, die ein Statussymbol als Laptop wollen.", beschreibt dies John New, der leitende Marketingmanager bei Dell.

Mit vergleichbarer Dicke und 1,8 Kilogramm Gewicht ist Dells neuer Laptop fast ein Pfund schwerer als Apples Macbook Air (1,36 Kilogramm). Der Monitor hat mit 13,4-Zoll eine knapp drei Millimeter größere Diagonale. Mit einem kaum verhüllten Seitenhieb gegen Apple berichtet New, dass Adamos Größe zugunsten Funktionalität und Leistung Kompromisse einging. Adamo besitzt eine Ethernetschnittstelle, wohingegen Apple für deren Auslassen beim Macbook Air heftig Kritik einstecken musste.

Bisher beruhte der Ruf des PC-Herstellers Dell auf PCs mit langweiligem Design. "Das wird sich jetzt ändern," prognostiziert Stephen Baker der Marktforschungsfirma NPD Group. "Die Einführung von Farben und Mustern kam gut bei den Kunden an und führte zu kontinuierlichen Verbesserungen des Industriedesigns.", begründet Baker seine Ansicht. Für Adamo sagt der Analyst voraus, dass er sich trotz Wirtschaftskrise verkaufen wird. "Die Zielgruppe stimmt und das Produkt hat das Zeug zum Statussymbol," schätzt Baker.

Spezifikationen und Konfigurationen

Die Komponenten sind alle auf dem neusten Standard. Das Einsteigermodell für 1900 Euro hat einen 128-GB-SSD und einen energiesparenden Intel Core 2 Duo SU9300-Prozessor mit 1,2 Ghz Takt und 2-GB DDR3-RAM. Die End-Version kostet knapp 2600 Euro und verfügt über einen energiesparenden Intel Core 2 Duo SU9400-Prozessor mit 1,4 Ghz Takt und 4-GB DDR3-RAM. Beide Versionen haben eine Ethernet-, eine RJ-45 und drei USB 2.0-Schnittstellen, eine 1,3 Megapixel-Webkamera und beherrschen Bluetooth und den Funkstandard 802.11n. Die 64-Bit-Version des Betriebssystems Windows Vista wird vorinstalliert.

Adamo hat kein eingebautes optisches Laufwerk, aber Dell bietet als Zubehör einen externen DVD-Brenner, Blu-Ray-Laufwerke und externe Festplatten mit bis zu 500 GB Speicherkapazität an. Die Batterie mit einer Akkulaufzeit von bis zu fünf Stunden ist fest eingelötet und der Laptop muss zum Batteriewechsel eingesendet werden. Dells Marketingmanager New gab keine Schätzung ab, wie lange der Batteriewechsel dauern wird.

Mit einem Startpreis ab 1900 Euro ist Adamo um zehn Prozent teurer als das Einsteigermodell des Macbook Air, jedoch um zirka 900 Euro günstiger als der Designer-Laptop von HP Voodoo Envy .

Adamo gibt es im perlweissen oder onyx-farbenen Alminiumgehäuse soll bereits ab Ende nächste Woche ausgeliefert werden.

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