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Notebooks mit Brennstoffzelle dank neuer Membrane?

20.01.2004 | 08:44 Uhr |

Das Startup-Unternehmen PolyFuel bietet ab sofort eine Polymer-Membrane für Brennstoffzellen an, die für den Einsatz in tragbaren Geräten wie Notebooks, Handhelds und Mobiltelefonen gedacht sind.

Nach Angaben des Herstellers ist sie für DMFC-Zellen (Direct Methanol Fuel Cells) konstruiert und ermöglicht eine höhere Energieausbeute als bisher verfügbare Membranen.

In der Brennstoffzelle trennt das wabenförmige Bauteil ein Gemisch aus Methanol und Wasser, an dem eine mit Katalysatoren beschichtete Anode anliegt, von der Kathode. An der Anode teilen sich die Moleküle des Gemischs in Atome auf. Diese geben Elektronen ab, die an einem elektrischen Leiter zur Kathode wandern. Zurück bleiben positiv geladene Ionen, die bei mit Wasserstoff betriebenen Zellen mit Sauerstoff zu Wasser reagieren. Bei Methanol-Zellen fällt zusätzlich Kohlendioxyd als Abfallprodukt an.

Laut PolyFuel entwickeln weltweit 35 Firmen DMFC-Zellen. Dazu gehören Hersteller wie Toshiba, der ursprünglich bereits in diesem Jahr erste Notebooks mit Brennstoffzellen auf den Markt bringen wollte. Die Energiequellen in der Größe eines herkömmlichen Akkus sollen für Gerätelaufzeiten von mindestens zehn Stunden sorgen. Die meisten Anbieter haben die Pläne jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten auf 2005 verschoben.

Auch Behörden wie das US-Department of Homeland Security interessieren sich laut PolyFuel-Geschäftsführer Jim Balcom für die alternative Energiequelle. Sie soll unter anderem den Betrieb von Überwachungskameras abseits herkömmlicher Stromversorgungen sichern. (lex)

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