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Novell attackiert Microsofts Lizenzpolitik

18.09.2002 | 09:49 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - In einer ganzseitigen Anzeige des Wall Street Journal greift Novell die Lizenzpolitik von Microsoft an. Das unter der Bezeichnung "Licensing 6" eingeführte Modell der Redmonder würde Anwender auf teure Upgrades festnageln und nutze eher dem Hersteller als den Anwendern, heißt darin sinngemäß. Die Offensive folgt einer neuen Lizenzstruktur, die Novell seinerseits anfang des Monats präsentiert und deutliche Preissenkungen für einige Produkte zur Folge hat. Die Netzwerker berücksichtigen darin, dass man im Zeitalter von Web-Services besonders den über das Internet genutzten Anwendungen keinen festen Seat oder Benutzer zuordnen kann, sondern mehr zu pauschalen Modellen übergehen muß.
Damit schließt sich Novell den Aktionen diverser Hersteller an, welche die schlechte Stimmung mancher Microsoft-Kunden nutzen und diese zu einem Wechsel etwa auf Linux-basierende Systeme bewegen wollen. Alternativen bei Büroanwendungen sind die Suiten von Sun, Corel und IBM/Lotus. So hat zum Beispiel Hewlett-Packard im August angekündigt, Microsoft-Anwendungen von der "Pavilion"-Reihe seiner Consumer-PCs nehmen zu wollen, um statt dessen die günstigere Corel-Software aufzuspielen. (ue)

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