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Novell macht wieder Gewinn

25.05.2004 | 15:05 Uhr |

Der US-Softwarehersteller Novell schreibt im laufenden Geschäft weiter schwarze Zahlen.

Bei einem Umsatzplus von 6,4 Prozent auf 293,6 Millionen Dollar schaffte der Linux-Spezialist im Ende April abgeschlossenen 2. Quartal 2003/04 einen Nettogewinn von 10,4 Millionen Dollar - nach einem Minus von 28,6 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Das gab das Unternehmen am Montagabend (Ortszeit) in Waltham (Massachusetts) bekannt. Inklusive einer Dividende in Höhe von 25,7 Millionen Dollar in Zusammenhang mit dem Einstieg von IBM im Herbst blieb Novell im 2. Quartal zwar mit 15,4 Millionen Dollar in den roten Zahlen, konnte den Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr aber nahezu halbieren. Die Verrechnung dieser Kosten hätten jedoch möglicherweise Investoren irritiert und zum Fallen der Aktie geführt, sagte Novell-Finanzchef Joe Tibbetts. «Diese Art der Berechnung wird nicht so regelmäßig angewendet, als dass Investoren damit vertraut sei könnten.» Das Novell-Papier hatte nachbörslich um 8,2 Prozent auf 9,15 Dollar nachgegeben. Im Zuge der Übernahme des deutschen Linux-Distributors SuSE Linux AG durch Novell im November 2003 hatte IBM insgesamt 50 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert. Beide Firmen engagieren sich stark in der Entwicklung von Software auf der Basis des alternativen Betriebssystems Linux. Nach der Übernahme des Nürnberger Softwarehauses bietet Novell ein komplettes Linux-Angebot vom Unternehmensserver bis hin zum einzelnen Computer-Arbeitsplatz. Mit der Produktpalette konkurriert das Unternehmen direkt mit Microsoft. Ende der achtziger Jahre hatte Novell noch mit seiner Kernsoftware Netware den Markt dominiert, wurde in den Neunzigern dann jedoch von Microsofts Windows-NT-Systemen weit abgeschlagen.

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