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November: Es lebe der Consumer

02.01.2006 | 00:11 Uhr |

Apple zwischen Tradition und Aufbruch +++ iPod Video verkauft sich besser als erwartet +++ Deutscher PC-Markt wächst nur langsam +++ Gerüchte um neue Macs: Intel-iBooks schon im Frühjahr? +++ Fast 1,3 Millionen Apple-Switcher +++ 125.000 Pixar-Filme über iTunes verkauft +++ Sony stoppt umstrittenen Kopierschutz +++ Microsoft bringt XBox 360 +++ Windows wird 20 +++

Zwischen Tradition und Aufbruch

Boston, 3. November: Unsere US-amerikanische Schwesterzeitschrift Macworld analysiert Apples Chancen im traditionellen Computermarkt. Analysten spekulieren darüber, inwieweit sich der große Erfolg von iPod, Music Store und Co. auf den Computerhersteller auswirken und ob Apple vielleicht schon bald zum reinen Anbieter von medialen Inhalten mutiert.

Als vor fast genau vier Jahren der Ur-iPod mit fünf Gigabyte Festplattenspeicher, Firewire-Anschluss und einem stolzen Preis von rund 500 Euro das Licht der Welt erblickte, war man noch gespaltener Ansicht darüber, ob dieser weiße Zwerg die Zukunft Apples würde verändern können. Bald schon sollten jedoch die hohen Verkaufszahlen alle Zweifler zum Schweigen bringen.

Und mit jedem Update der neuen Produktreihe gewann die uralte Frage, ob Apple ein Computer- oder Softwarehersteller sei, in abgewandelter Form wieder neu an Bedeutung: Ist Apple ein Computerhersteller oder ein Medienanbieter? Die jüngsten Vorstellungen des iPod Video und des „Wohnzimmer-iMacs“ mit Fernbedienung scheinen eindeutig in letztere Richtung zu weisen. Vor Jahren schon lieferte Apple-CEO Steve Jobs mit der Idee des Mac als „Digital Hub“ - ein Zentrum aller medialen Inhalte für den User - den ideologischen Grundstein dafür.

Eine deutliche Sprache sprechen hier wohl auch Apples finanzielle Ergebnisse: Im jüngsten Quartal vermeldete der Hersteller einen Gewinn von 430 Millionen US-Dollar bei einem satten Umsatz von 3,68 Milliarden. Diese drei Monate erwiesen sich mit 1,2 Millionen verkauften Macs und fast 6,5 Millionen iPods damit als erfolgreichste der Firmengeschichte. Diese Zahlen entsprechen einer Steigerung von 48 Prozent bei den Rechner- und satten 220 Prozent bei den iPod-Verkäufen.

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