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Das ABC des Macintosh - U wie Update

22.09.2008 | 11:31 Uhr |

Direkt in das Betriebssystem integriert, sucht die Softwareaktualisierung stets nach Updates. So gewährleistet Apple, dass der Anwender stets auf dem Laufenden bleibt. Der Mechanismus kümmert sich aber nur um die Apple eigenen Programme.

Softwareaktualisierung
Vergrößern Softwareaktualisierung

Das nächste größere Betriebssystemupdate hat Apple für die erste Jahreshälfte 2009 angekündigt. Wie seine Vorgänger von Jaguar bis Leopard dürfte auch Mac-OS X 10.6 ein kostenpflichtiges Update sein, das sich Apple mit voraussichtlich 130 Euro vergüten lassen wird. Den Preis rechtfertigt Apple stets mit einer Fülle neuer Funktionen - oder wie im Fall von Snow Leopard - mit wesentlichen Verbesserungen der technischen Grundlagen. Mittlerweile liefert Apple rund alle zwei Jahre ein derartiges Update, nicht für jeden Anwender macht jeder Schritt Sinn. Mehr als ein oder zwei neue Großkatzen verträgt ein Mac nicht besonders gut. Snow Leopard sollte sich zwar trotz zunächst anderslautender Gerüchte auch auf PPC-Macs installieren lassen, wer aber einen iMac G4 (Schreibtischlampe), der noch mit Mac-OS X 10.1 zur Auslieferung kam, in Einsatz hat, dürfte nicht einmal mit dem aktuellen Betriebssystem Mac-OS X 10.5 Leopard Freude haben.

Klar kann man auch ganz auf kostenpflichtige Betriebssystemupdates verzichten und nach drei oder vier Jahren einen neuen Mac sich anschaffen, auf dem dann eine neue Großkatze schnurrt. Die kostenlosen Updates zwischendrin sollte man aber in jedem Fall mitmachen. Zuletzt verbreitete Apple Mitte September Mac-OS X 10.5.5 über die praktisch ins System integrierte Softwareaktualisierung . Neue Funktionen gab es nicht, auch keine augenscheinlichen Veränderungen an den bestehenden. In den Tiefen des Unix-Systems hat Apple aber wieder einiges verändert und dem System etwa einen Kernel spendiert, der es sicherer vor Hackerangriffen machen soll. Eine höhere Sicherheit ist die wichtigste Motivation für regelmäßige Updates des Betriebssystems oder dem Aufspielen der neben den neuen Systemversionen fast monatlich erscheinenden Security-Updates. Katz und Maus spielt Apple nicht nur mit notorischen iPhone-Entsperrern sondern - viel wichtiger - mit jenen Fricklern und Bastlern die man je nach Intention als "Hacker" oder "Cracker" bezeichnen kann. Apple musste sich zuletzt einiges an Kritik anhören, auf Sicherheitslücken nur sehr spät zu reagieren - immerhin war es in bisher keinem dokumentierten Fall zu spät. Das Web erweist sich hier wieder als Lösung eines Problems, das es selbst mit geschaffen hat. Heute greifen Kriminelle über DNS-Spoofing, Phishing oder anderen Ferkeleien fast unbemerkt über das Internet an, über das Medium sind die Hersteller und Distributoren von Betriebssystem und Anwendersoftware jedoch in der Lage, rasch genau die Problemlösung bereit zu stellen, die der einzelne Anwender benötigt.

Mac-OS X geht dabei ganz galant vor und präsentiert dem Anwender im wöchentlichen Rhythmus - oder auch seltener oder öfter, falls dieser das wünscht - die aktuell benötigten Verbesserungen für seine installierten Programme. Sofern sie von Apple sind. Zwar könnten auch Dritthersteller den Mechanismus der Software-Aktualisierung mittlerweile nutzen, um ihre Updates anzubieten, setzen aber lieber auf eigene Lösungen. So kann es passieren, dass zunächst das Office-Auto-Update aufpoppt, dann Firefox eine neue Variante an der dritten Stelle der Versionsnummer anbietet und schließlich die Software-Aktualisierung einen Neustart vorschlägt. Wie bequemer wäre es, alles in einem Aufwasch zu erledigen! Was aber für den Anwender bequem wäre, würde aber für den Hersteller bedeuten, einen Großteil der Kontrolle über seine eigene Software an Apple abzutreten. Von dieser Notwendigkeit konnte der Mac-Hersteller und Anbieter des App Store bisher nur iPhone-Entwickler überzeugen und die sind damit auch nicht immer glücklich…

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