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Nur wer richtig suchet, der findet

23.10.2001 | 00:00 Uhr |

Mit 9,8 Millionen Treffern auf die Suche nach "Device" kann kein Mensch etwas anfangen. Wir geben Tipps, die beim Finden helfen.

Das Netz der Netze wächst Tag für Tag weiter. Egal, ob man Informationen über neue Apple-Produkte oder Hilfe bei einem Problem mit dem Mac sucht, irgendwo im Internet liegt die richtige Antwort verborgen. Wer finden will, kommt aber um Suchmaschinen wie www.google.de und die richtige Eingrenzung der Suche nicht herum. Mit Hilfe der so genannten Boolschen Operatoren kann man die Flut der Internet-Seiten beträchtlich eingrenzen und die wirklich interessanten Informationen finden.

Für eine effektive Suche setzt man die Boolschen Operatoren AND, OR, NOT, NEAR, BEVOR und AFTER ein. An Stelle von AND und NOT kann man auch die Symbole "+" und "-" angeben. Dabei darf jedoch kein Leerzeichen zwischen den Zeichen und dem Suchbegriff stehen. Um die Operatoren von den Suchbegriffen zu unterscheiden, schreibt man sie in Großbuchstaben. Dabei akzeptieren die meisten Maschinen auch ein Leerzeichen oder ein Komma zwischen den Begriffen, wenn man mit dem AND-Operator suchen will.

Beim Einsatz von AND müssen beide Begriffe auf der gewünschten Seite vorkommen. Eine Suche mit dieser Verknüpfung bietet sich an, wenn man nach etwas Speziellem sucht, denn dadurch verringert sich die mögliche Trefferanzahl. So erzielt man beispielsweise bei der Recherche nach "plug-in" bedeutend weniger Treffer, wenn man den Suchbegriff durch AND mit "sherlock" verbindet.
Verbindet man zwei Suchbegriffe mit dem Operator OR und recherchiert im Netz, liefert einem die Suchmaschine Dokumente mit mindestens einem dieser Begriffe, aber auch Dokumente, in denen beide vorkommen. Somit ist die Suche unspezifischer, weshalb sich dieser Operator für Themen eignet, bei denen man sich noch nicht gut auskennt. Das Gleiche gilt, wenn man bei einer vorhergehenden Suche wenige Treffer erzielt hat. Benötigt man etwa als Einsteiger Informationen über einen schnellen Internet-Zugang, gibt man in die Suchmaske "isdn OR t-dsl" ein.
Der NOT-Operator schließt alle Dokumente, die das Wort enthalten von der Trefferliste aus. So erhält man beispielsweise keine Information über Microsoft's Windows, wenn man nach "betriebssystem NOT windows" sucht.
Der Operator NEAR erlaubt die Suche nach Wörtern, die innerhalb eines gewissen Zeichenabstands zueinander stehen. Diesen Abstand definieren die verschiedenen Suchmaschinen unterschiedlich. In www.google.com findet man beispielsweise bei der Suche nach "steve NEAR ceo" fast nur relevante Treffer, obwohl Google insgesamt 2 620 000 Steves findet. Steve Ballmer, CEO bei Microsoft, macht dem Apple-Chef aber Konkurrenz.

Mit BEVOR und AFTER kann man nach einem Begriff suchen, von dem man weiß, dass er vor oder nach einem anderen Wort kommt. Auch hier ist der Zeichenabstand, in dem das Wort auftauchen muss, unterschiedlich festgelegt.

Die drei Operatoren AND, OR und NOT verstehen fast alle Suchmaschinen im Netz. NEAR und AFTER sind unspezifischer, und nicht alle Maschinen können damit umgehen.

Wortgenau: Die Phrasensuche


Sucht man Informationen, die sich nicht mit einem Begriff definieren lassen, wie Personen, die ja bekanntlich über einen Vor- und Zunamen verfügen, oder eine Produktbezeichnung, hilft die Phrasensuche weiter. Darin stellt man die Begriffe in Anführungszeichen. Die Suchmaschine fasst die in der Phrase aufgeführte Abfrage als ein einziges Wort auf und gibt somit nur Treffer an, in denen diese Wortkombination vorkommt. Auch mit den Boolschen Operatoren kann man Phrasen verbinden. Im Allgemeinen ist die Phrasensuche eine sehr wirkungsvolle Suchmethode.
Andere Kriterien: Die Feldsuche
Mit bestimmten Suchmaschinen wie www.infoseek.de, www.altavista.de und www.fireball.de kann man im Modus "Feldsuche" nach Dateien suchen, die nur von einem Web-Angebot stammen sollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Bilder, URLs, Links oder Teile eines HTML-Dokuments handelt. Mit der Eingabe des gewünschten Feldnamens, etwa "titel" oder "link", vor dem Suchbegriff sagt man der Suchmaschine, dass man eine Feldsuche starten will. So erhält man beispielsweise bei dem Web-Dienst Infoseek mit der Anfrage "site:www.macwelt.de" die Links der Homepage unseres Online-Angebots.

Suchen mit Joker: Platzhalter


Die Joker beim Suchen sind die Platzhalter (Englisch "Wildcard"). Ist man sich beispielsweise nicht sicher, wie ein Begriff geschrieben wird oder will man die Pluralform berücksichtigen, bieten sich Platzhalter als Lösung an. Durch das Symbol "*" werden sie anstelle beliebiger Buchstaben in oder an den Suchbegriff angefügt. Stehen sie zum Beispiel am Ende, listen Suchmaschinen bei der Suche nach "powerü" unter anderem Power Mac und Powerbook auf.
Die Platzhalter sollte man vorsichtig einsetzen, da sie meist eine Flut von Treffern erzeugen. Manche Suchmaschinen erlauben den Einsatz dieses Jokers erst ab dem vierten Buchstaben, also nicht direkt zu Beginn des Suchworts.

Durch den Einsatz dieser Suchtechniken findet man schnell, einfach und präzise die Informationen im Internet, die man benötigt oder die man schon immer mal haben wollte.
Christopher Jakob

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