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Studie: Nutzer von mobilen Geräten achten mehr auf ihre Privatsphäre

07.09.2012 | 12:36 Uhr |

Insgesamt 57 Prozent aller befragten App-User haben schon einmal den Download einer an sich gewünschten App unterlassen oder eine schon installierte wieder gelöscht. Grund waren Sicherheitsbedenken.

Gemäß der Untersuchung und Befragung von Pew Internet   und American Life Project hat mehr als die Hälfte aller Nutzer einer Smartphone-App mindestens einmal darauf verzichtet, eine bestimmte App zu laden oder beschlossen, sie vom Mobilgerät wieder zu löschen. Genauerhin waren es 54 Prozent von Mobil-App-Nutzern in den USA, die eine bestimmte App nicht installiert haben, wenn sie erfuhren, dass diese ihre persönlichen und personenbezogenen Informationen sammeln würde. 30 Prozent der in dieser Studie befragten Nutzer haben eine entsprechende App aus denselben Gründen wieder gelöscht. Durch eine signifikante Querrechnung aus beiden Gruppenergebnissen ergibt sich daraus der Wert von insgesamt 57 Prozent, die sich ablehnend gegenüber einer App verhalten haben. Dies bedeutet, dass Nutzer von Mobilgeräten deutlich mehr auf ihre private Datensicherheit und Anonymität achten.

Durch die lawinenartige Ausbreitung von Smartphones mit praktisch permanentem Internetzugang sammeln immer mehr Smartphone-Nutzer, aber auch Besitzer von Handys und Tablet-PCs, ihre eigenen Daten auf den Mobilgeräten. Diese erhalten dabei im Alltag eine immer größere Bedeutung, dementsprechend sensibler achten die Nutzer auf ihre Privatsphäre und Sicherheit. Unter anderem löschen viele auch ihren Browserverlauf oder stellen Ortungsdienste auf Smartphones und von Apps ab.

Experten sind sich einig, dass Entwickler und Anbieter von Apps mit dem Bedürfnis nach Information, was die Software im Hintergrund an Daten weitergibt, offener umgehen sollten, zumal die Konsumenten selbst immer besser informiert seien. Bei der Befragung kam außerdem heraus, dass fast ein Drittel aller Smartphone-Besitzer bereits ein gestohlenes oder verlorenes Handy zu beklagen hatte, und immerhin zwölf Prozent waren damit konfrontiert, dass eine fremde Person Zugriff auf die Inhalte ihres Mobilgeräts mit den persönlichen Daten erhielt. Die Studie fand im März und April 2012 mit insgesamt über 2200 erwachsenen US-Bürgern, von denen 88 Prozent ein Mobilgerät benutzten, statt.
 
Info: IDG News Service

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