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Nutzung von Tauschbörsen nimmt trotz strafrechtlicher Verfolgung zu

08.10.2007 | 12:28 Uhr |

Der Verband der US-Phonoindustrie RIAA macht ernst in der strafrechtlichen Verfolgung von Tauschbörsennutzern.

In den USA sind derzeit über 20.000 Prozesse anhängig, in der letzten Woche wurde eine 30-Jährige zu einem spektakulär hohen Schadensersatz von 220.000 US-Dollar verurteilt . Nach Zahlen der Marktforscher der NPD Group nimmt die Nutzung der Peer-to-peer-Netze dennoch weiter zu. Im Jahr 2006 hätten demnach 15 Millionen US-Haushalte eine der illegalen P2P-Programme heruntergeladen, was einen Zuwachs von acht Prozent gegenüber 2005 bedeutete. Zwei Millionen Haushalte weniger würden für ihre digitalen Downloads bezahlen und Services wie den Marktführer iTunes, oder Real Networks Rhapsody und Microsofts Zune Marketplace nutzen. Während die Anzahl der Anwendern illegaler Services nur noch langsam steigt, nimmt nach NPD-Zahlen die Zahl der Downloads deutlich zu, von 2005 auf 2006 um 47 Prozent auf fünf Milliarden. Legale Musikdownloads seien im gleichen Zeitraum zwar stärker gestiegen – um 56 Prozent – die Gesamtzahl von 500 Millionen erweist sich im Vergleich immer noch als mickrig.

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