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Nvidia bringt den Geforce 3 für PC

01.03.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem Apple-Chef Steve Jobs bereits in seiner Keynote auf der Macworld Expo in Tokio einen ersten Blick auf Nvidias neuen 3D-Beschleuniger "Gforce 3" gewährte, stellte der Hersteller den Chip(satz) gestern offiziell vor. Auf den ersten Blick sind dessen technische Daten gar nicht so imposant: Der Prozessorkern taktet mit 200 Megahertz und damit ebenso schnell wie die "Gforce 2 GTS" (und sogar langsamer als die 250 Megahertz schnelle "Gforce 2 Ultra"). Auch der Videospeicher ist nicht schneller in der Serie 2. Allerdings wird der Gforce 3 in einem 15-Mikrometer-Prozess gefertigt und lässt mit 57 Millionen Transistoren - mehr als doppelt so viele wie beim GTS - den Vorgänger deutlich hinter sich. Zum Vergleich: Intels aktueller Pentium 4 hat "nur" 42 Millionen Transistoren.

Der Gforce 3 verfügt über eine programmierbare Grafik-Engine namens "NfiniteFX". Er erreicht nicht nur höhere Auflösungen und Framerates als seine Vorgänger, sondern punktet vor allem in Sachen Antialiasing - ein Feature, das Spielefreaks aus Geschwindigkeitsgründen bisher oft abschalteten. Der Gforce 3 ist ab diesem Monat als Ausstattungsoption für Apples Power-Mac-Desktops für 600 Dollar Aufpreis erhältlich, PC-Karten sollen in Kürze ab 500 Dollar zu haben sein. In Microsofts Spielekonsole "Xbox" wird ebenfalls eine Variante des Nvidia-Boliden werkeln. Nvidia hatte im vergangenen Jahr seinen Rivalen 3Dfx geschluckt und attackiert mit dem neuen Produkt nun den kanadischen Massenmarktführer ATI und speziell dessen Flaggschiff "Radeon".

Die Aachener Elsa AG hat mit ihrer "Gladiac 920" bereits eine entsprechende Karte angekündigt. Diese ist mit 64 MB DDR-SDRAM als Bildspeicher bestückt und kostet knapp 1300 Mark. Zum Lieferumfang gehören optimierte Treiber sowie der Software-DVD-Dekoder "Elsamovie". Ebenfalls mitgeliefert wird das Spiel "Giants" in einer Gforce-3-optimierten Version.

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