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Nvidia stellt neue Grafikkarten vor

06.02.2002 | 17:44 Uhr |

Nachdem Apple bereits Grafikchips der neuesten Generation verbaut, hat Nvidia die GeForce4-Reihe nun auch offiziell vorgestellt.

München/Macwelt- Insgesamt fünf verschiedene Geforce4-Chips, darunter drei Geforce 4 MX und zwei Geforce 4 Ti (Titanium) hat jetzt Nvidia vorgestellt. Einen Chip aus der MX-Reihe liefert Apple bereits mit den Grafikkarten in seinen aktuellen G4-Modellen aus, ein Modell aus der Titanium Reihe wird Apple ab März anbieten: als Einbauvariante und als Zubehör.

Die PC-Variante der Geforce 4 Ti hat unsere Schwesterzeitschrift PC-Welt bereits getestet . Hier zeigte die neue Karte Stärken in dem für Windows-Spiele wichtigen Direct3D-Bereich, blieb im für Mac-Spiele wichtigen Open-GL-Bechmark jedoch hinter den Erwartungen zurück. Ein weiteres Haar in der Suppe fanden die PC-Tester bei der Speicherausstattung: Derzeit gebe es kein Spiel auf dem Markt, das eine Speicherausstattung mit 128 MB DDR-RAM ausnutzen könne.

Die GeForce 4 MX und Geforce 4 Ti unterscheiden sich vor allem in der 3D-Leistung. Während die teurere Geforce 4 Ti auf der Geforce 3 basiert, ist die 4 MX als Nachfolgerin der Geforce 2 MX für den Massenmarkt gedacht.
Von der Geforce 3 Ti unterscheidet sich die Geforce 4 Ti vor allem durch Speicher und Taktrate. Das neue Modell konkurriert mit der Grafikkarte Radeon 8500, von der ATI bereits eine neue, schnellere Version angekündigt hat. Zwei Varianten dieses Topmodells wollen Grafikkartenhersteller anbieten. Nvidia liefert im Gegensatz von ATI nur Chips, die Grafikkarten bauen Partner. Welche der beiden Chip-Varianten Apple verwenden will, hat der Mac-Hersteller noch nicht bekannt gegeben. Die kleinste der Ti-Reihe die Geforce Ti 4400 bietet einen Prozessortakt von 300 MHz und einen mit 270 MHz getakteten Speicher aus DDR-RAM-Modulen. Die schnellste Karte, die Ti 4600 verwendet Speicher mit 325 MHz. Beide Modellen sind mit 128 MB Speicher ausgestattet. Von der preisgünstigeren Geforce 4 MX hat Nvidia drei Versionen vorgestellt. Hier gibt es den MX 420 mit 250 MHz-Prozessortakt und 166-MHz-schnellen SDRAM-Speicher. Der mittlere Chip, der MX 440 dagegen verfügt über einen Chip mit 270 MHz und Speicher mit 200 MHz. Schnellster MX-Chip ist der Geforce MX 460 mit 300 MHZ und 275 MHz schnellem DDR-Speicher. Standardmäßig sind diese Chips mit 64 MB Speicher ausgestattet.

Die MX-Reihe hat im Vergleich zu den Ti-Modellen weit schwächere 3D-Leistungen. So hat die MX-Linie etwa keine Pixel und Vertex-Shader (Geometrie- und Beleuchtungsberechnungen) und ist durch die geringer Anzahl von Pixel-Pipelines (zwei gegenüber vier Pipelines in den Ti-Modellen) langsamer bei Datenzugriffen. Alle Karten können dagegen zwei Monitore gleichzeitig ansprechen, eine Funktion die Apple Dual-View und Nvidia Nview nennt. sw

Info: Nvidia www.nvidia.com

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