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Microsoft will beim "Dritte-Welt-Laptop" mitmachen

07.12.2007 | 09:57 Uhr

Microsoft will sein Betriebssystem Windows auch auf den für Kinder in der Dritten Welt gedachten Billig-Laptop "XO" bringen.

Wenn im Januar startende Tests erfolgreich seien, könne im zweiten Halbjahr 2008 eine Version von Windows XP für den XO verfügbar sein, teilte der weltgrößte Software-Konzern mit.

Die Entwickler des XO um den US-Professor Nicholas Negroponte hatten bisher besonderen Wert darauf gelegt, dass der Laptop ausschließlich mit Open-Source-Software laufen sollte. Als Betriebssystem kommt so etwa Linux derzeit zum Einsatz. Medienberichten zufolge wurde aus diesen Gründen sogar ein Apple-Angebot abgelehnt, kostenlos das Mac-Betriebssystem zu nutzen. Windows für den XO wird unterdessen offensichtlich nicht unentgeltlich sein: Microsoft teilte mit, Regierungen, die an der Software interessiert sein, sollten in Gespräche unter anderem über den Preis treten.

Das Projekt für den Laptop, das die Stiftung OLPC (One Laptop Per Child) vorantreibt, entwickelt sich deutlich schwieriger als geplant. Bisher sind nur einige 100.000 Geräte von den Regierungen bestellt worden, während ursprünglich Millionen angepeilt waren. Ein Grund dürfte sein, dass der Preis fast doppelt so hoch ist wie die einst geplanten 100 Dollar pro Gerät. Außerdem reagierte die Computerindustrie auf den XO mit eigenen Billiggeräten. (dpa/tc)

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