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OS X 10.9 soll mit Finder-Tabs und ohne Siri kommen

30.04.2013 | 10:00 Uhr |

Das US-Portal 9to5 Mac will erfahren haben, dass Apple für das kommende Mac-Betriebssystem, das intern als "Cabernet" bezeichnet wird, keine größeren Änderungen plant.

Seit der offiziellen Ankündigung der diesjährigen WWDC ist klar: Apple wird auf seiner Entwicklermesse ab dem 10. Juni neben iOS 7 auch Informationen zum Nachfolger von OS X 10.8 Mountain Lion präsentieren. Was genau sich am neuen OS X 10.9 ändern würde, war bislang jedoch unklar und Gegenstand wildester Spekulationen .

Das US-Blog 9to5Mac schürt diese Spekulationen weiter an: Man will erfahren haben, dass Apple mit OS X 10.9, das intern die Beizeichnung "Cabernet" tragen soll, den Fokus auf Pro-User legen wird. Dafür werde man laut 9to5Mac auf einen neuen Designansatz verzichten und stattdessen "unter der Haube" Verbesserungen vornehmen. Wir halten die Wahrscheinlichkeit, dass Apple einen größeren Design-Sprung wie beispielsweise von OS X Lion zu OS X Leopard durchführen wird, ebenfalls für sehr gering.

Der Hauptfokus der Apple-Entwickler lag in den vergangene Monaten – so der Bericht – auf tief greifenden Veränderungen beim Finder. Apple hat demnach den Finder komplett überarbeitet, dieser soll erstmals Tabs bekommen – mehrere Finder-Fenster in einem wären so möglich. Tabbed Browsing auch im Finder ist bisher nur mit Hacks oder Software von Dritten zu haben. Daneben soll OS X 10.9 eine neue Version von Safari erhalten.

Vor dem Hintergrund, dass sowohl Googles Chrome, als auch Mozillas Firefox die WebKit-Engine nicht länger unterstützen wollen, liegt auch eine leistungsfähigere Browserengine für Safari nahe: Laut 9to5Mac soll Safari vor allem von leistungsstärkeren Backends profitieren und so schneller und effektiver werden. Verbessern will Apple laut der Quellen auch den Vollbildmodus von Programmen. Nutze man mehrere Monitore und Spaces, könne man unter OS X 10.9 bei einem Setup mit mehreren Monitoren auch mehrere Programme im Vollbildmodus auf den unterschiedlichen Schirmen laufen lassen.

Ob Siri – ein Feature mit dem wir für Mountain Lions Nachfolger fest gerechnet hatten – komplett in OS X 10.9 integriert werden wird, sei dem Bericht zufolge hingegen offen. Sollte Siri tatsächlich für OS X 10.9 eine Rolle spielen, komme der Sprachassistent aber womöglich nur mit der neuesten Hardware zurecht – bei der Siri-Premiere im Oktober 2011 war das damals neue iPhone 4S Mindestanforderung, auf dem iPhone 4 verweigert Siri den Dienst. Laut der Quellen der Website hätten auch die jüngsten Änderungen der Personalstruktur zu Verschiebungen der Roadmap geführt, einige ursprüngliche Planungen für OS X 10.9 seien über den Haufen geworfen worden.

Wie Lion und Mountain Lion soll auch OS X 10.9 einiges von iOS übernehmen, jedoch weniger Features als Hintergrundfunktionalität. So soll OS X 10.9 etwa beim Multitasking von iOS lernen und neue Technologien für pausierende Hintergrundprozesse übernehmen. Mehr Leistung könnte dann die jeweils aktive App übernehmen, was sich auch auf Akkulaufzeiten von Macbooks positiv auswirken könnte. Ob das schon iOS eher suboptimal umgesetzte Multitasking-Feature seinen Weg tatsächlich in OS X 10.9 finden wird, halten wir aber für eher unwahrscheinlich. Was jedoch ziemlich sicher kommen wird, ist   eine neue Version von Apples Entwicklerumgebung Xcode für die zweite Jahreshälfte 2013.

Ob Apple bei der offiziellen Nomenklatur tatsächlich von Raubkatzen auf Rebsorten umschwenkt, ist jedoch ungewiss.

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