OS X Mountain Lion

Das ist neu in Mountain Lion: Gatekeeper

29.02.2012 | 12:55 Uhr | Christian Remse

Apple hätte Mountain Lion so programmieren können, dass Apps ohne Apple-Zulassung nicht unter dem neuen Betriebssystem laufen. Doch: Auf diese Option hat Apple verzichtet. Stattdessen hat Apple eine neue Methode entwickelt wie Entwickler ihre Apps anmelden. Auch eine neue Sicherheits-Funktion in Hinsicht auf Apps stand bei Apple auf der Tagesordnung

Mountain Lion: Airplay Mirroring
Vergrößern Mountain Lion: Airplay Mirroring

Gatekeeper überprüft Apps auf Starterlaubnis

Seit mindestens Version 10.5 verfügt Mac OS X über eine Daten-Quarantäne. Diese überprüft jede Anwendung bevor Sie diese das erste Mal starten, um sicher zu gehen, dass Sie diese App auch wirklich installieren möchten. Gatekeeper fragt Sie nicht mehr länger nur nach Ihrer Erlaubnis, sondern überprüft von allein, ob die App installiert werden soll.

Entwickler identifizieren

Bei einem "identifierten Entwickler" handelt es sich um Programmierer, die ein persönliches Zulassungs-Zertifikat von Apple erhalten. Dieses Zertifikat wiederum ermöglicht es Entwicklern Ihre Anwendungen als zugelassen zu signieren. Das erhöht den Sicherheitsstandart, da Apple einerseits erkennt, wer der Entwickler ist. Zum anderen erkennt Mountain Lion, ob mit einer Signatur Unfug getrieben wurde. Dabei vergleicht Moutnain Lion eine schwarze Liste. Befindet sich der Entwickler auf dieser, verweigert das Betriebssystem die App. Vorsicht: Bereits ausgeführt Malware, das heißt Malware, die Sie vor der Einführung von Apples neuem Sicherheits-System ausgeführt haben, werden nicht nachhaltig erkannt. Diese Sicherheits-Funktion erweist sich als äußerst nützlich, da es sich bei der geringen Anzahl an Malware häufig um verändere, aber auf den ersten Blick seriöse Anwendungen handelt.

Grenzen beider Neuerungen

Dieses Sicherheits-System führt allerdings keine Hintergrundsprüfung des Entwicklers durch. Zudem bedeutete es auch nicht, dass die Apple die App auf Qualität hin geprüft hat und ihr einen Gütestempel verpasst hat. Beim Gatekeeper besteht wiederum das Problem, dass er leicht auszuhebeln ist. Klicken Sie auf eine App im Finder und wählen "Öffnen", können Sie die fragwürdige App problemlos ausführen. Da Gatekeeper auf der Daten-Quarantäne aufbaut, gilt genau das gleich: Haben Sie eine App erst einmal ausgeführt, kann auch der Gatekeeper diese Entscheidung nicht mehr rückgängig machen. Aufgrund dieser Einschränkungen eignet sich Gatekeeper nicht als Hochsicherheits-Funktion, sondern soll Nutzer lediglich dazu anspornen, nicht jede App unüberlegt auszuführen.

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