1958646

Mehr Mail mit Markup und Mail Drop

23.06.2014 | 11:00 Uhr |

Mail war und ist eines der Sorgenkinder von Mavericks. Gerade deswegen hat Apple an der Verbesserung seines Mail-Clients gearbeitet.

Apples hauseigener E-Mail-Client Mail spielte während der Präsentation von OS X Yosemite durch Apples SVP of Software Engineering Craig Federighi nur eine untergeordnete Rolle, die schnell erklärt ist: An Mail hat sich mit wenigen Ausnahmen nicht viel getan. Und genau diese Ausnahmen wollen wir uns näher anschauen.

Mehr Freiheit mit Markup

Ok, Ausführungen zu den allseits bekannten optischen Auswirkungen von OS X Yosemite auch auf Mail sparen wir uns an dieser Stelle – viel Spannender ist da schon, welche optischen Veränderungen man als Mail-Nutzer mit der neuen Version 8.0 anstellen kann. Dank der neuen Markup-Funktion können Sie nämlich ziemlich schnell und einfach Markierungen oder Hervorhebungen in angehängte Bilder einfügen und sie so editieren.

Über ein kleines Drop-Down-Menü an Anhängen lassen sich die Markierungen (wie die Funktion in der deutschen Version von Yosemite heißt) vornehmen. Das können entweder Zeichnungen sein (via Trackpad oder Maus), Formen wie Kreise oder Linien sowie Textfelder.

Anhänge von E-Mails können in Yosemite direkt in Mail mit diversen Markierungen versehen werden. Zu den möglichen Auszeichnungen gehören Pfeile, Rahmen, Texte und Signaturen. Freihandeingaben werden erkannt und umgewandelt.
Vergrößern Anhänge von E-Mails können in Yosemite direkt in Mail mit diversen Markierungen versehen werden. Zu den möglichen Auszeichnungen gehören Pfeile, Rahmen, Texte und Signaturen. Freihandeingaben werden erkannt und umgewandelt.

Riesen Anhänge? Mit Mail Drop kein Problem

Neben Markierungen hat Apple noch ein weiteres sehr interessantes Feature vorgestellt, das sch mit einem Grundproblem der Technologie E-Mail befasst: Mail Drop. Diese nützliche Funktion soll es Nutzern ermöglichen Anhänge von bis zu 5 Gigabyte Größe zu versenden – ohne dabei das eigene Postfach oder das des Adressaten zu sprengen. Möglich macht das das iCloud-Backend. Denn der Anhang wird nicht wie bisher üblich gemeinsam mit der jeweiligen E-Mail versendet, sondern separat über die iCloud-Server bereitgestellt.

Verschickt man eine Nachricht mit einem großen Anhang, bietet Mail an, die Datei über Mail Drop zu verschicken. Dabei wird der Anhang automatisch in iCloud geladen und in die Nachricht ein Download-Link eingefügt. So lassen sich bis zu 5 GB verschicken.
Vergrößern Verschickt man eine Nachricht mit einem großen Anhang, bietet Mail an, die Datei über Mail Drop zu verschicken. Dabei wird der Anhang automatisch in iCloud geladen und in die Nachricht ein Download-Link eingefügt. So lassen sich bis zu 5 GB verschicken.

Adressaten, die selbst über ein iCloud-Mail-Konto verfügen, sehen den Unterschied zu bisherigen Mails nicht, da Mail-Drop-Anhänge grafisch wie „normale“ Anhänge behandelt werden. Verfügt der Adressat nicht über einen iCloud-Account, wird der Anhang in einen Downloadlink umgewandelt – ganz so, wie man es von den Konkurrenten Dropbox oder Sugarsync kennt. In der Praxis lässt sich Mail Drop allerdings noch nicht testen. Möchte man einen Riesen-Anhang versenden, fragt Mail brav danach, ob der Anhang via Mail Drop versendet werden soll. Bejaht man dies, spuckt Mail nach einem kurzen Ladevorgang eine Fehlermeldung aus, der Versand schlägt fehl. Für eine so frühe Beta ist solch erratisches Verhalten aber nicht unüblich.

 

Mail-Fazit: Gute Idee

In Sachen Stabilität kann Mail schon in der frühen ersten Beta überzeugen – lediglich beim Markup hakte es bei unseren Tests noch gewaltig, da gelegentlich Teile des UI einfach verschwanden und so nur ein Neustart von Mail übrig blieb. Mail Drop ist gut in Mail integriert, die Zuverlässigkeit und die Zustellung von großen Anhängen ließ sich mit der ersten Beta allerdings nicht zuverlässig testen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1958646