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OS X, iOS und Linux gefährdeter als Windows

23.02.2015 | 09:00 Uhr |

OS X, iOS und Linux waren im Jahr 2014 unsicherer als Windows. Ein Microsoft-Programm führt aber eine andere Top 10 an.

Windows hat einen schlechteren Ruf als verdient. Das geht aus einer aktuellen Studie der Sicherheitsexperten von GFI Software hervor, die die im Jahr 2014 bekannt gewordenen Sicherheitslücken analysiert haben. Der Analyse zufolge wurden im Jahr 2014 insgesamt 7.038 neue Sicherheitslücken gemeldet. Das entspricht einem Durchschnitt von 19 neuen Sicherheitslücken am Tag. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Anzahl der innerhalb eines Jahres gemeldeten Sicherheitslücken deutlich erhöht.

  • 2010: 4.258 Sicherheitslücken

  • 2011: 3.532 Sicherheitslücken

  • 2012: 4.347 Sicherheitslücken

  • 2013: 4.794 Sicherheitslücken

  • 2014: 7.038 Sicherheitslücken

Von den 7.038 Sicherheitslücken im Jahr 2014 hatten 24 Prozent einen hohen Schweregrad, was ungefähr auch dem Niveau von 2013 entsprach. In 80 Prozent aller Fälle waren Anwendungen von Dritt-Anbietern von den Sicherheitslücken angreifbar. In nur 13 Prozent waren Betriebssysteme und in 4 Prozent Hardware angreifbar.

Am meisten dürfte sich Microsoft aber über die von GFI Software ermittelte Top 10 der im Jahr 2014 am häufigsten von Sicherheitslücken betroffenen Betriebssysteme freuen. Hier belegt das Microsoft-Betriebssystem "nur" den vierten Platz und ist damit auch nicht mehr in den Top-3-Platzierungen vertreten.

"2014 war ein schweres Jahr für Linux-Nutzer vom Sicherheitsgesichtspunkt aus gesehen", heißt es in der Analyse. Am häufigsten seien gefährliche Sicherheitslücken bekannt geworden, die normalerweise unter Linux laufen. Als Beispiele hierfür werden Heartbleed und Shellshock aufgeführt.

Auf Platz 1 landet dem Ranking zufolge MacOS X. Für das Apple-Betriebssystem wurden im vergangenen Jahr insgesamt 147 Sicherheitslücken entdeckt, von denen 64 einen hohen und 67 einen mittleren Schweregrad hatten. Auf dem zweiten Platz folgt Apples iOS mit 127 gemeldeten Sicherheitslücken, davon 32 mit schwerem und 72 mit mittleren Schweregrad. Linux landet dem Ranking zufolge auf dem dritten Platz.

Auf den weiteren Plätzen folgen die Microsoft-Betriebssysteme Windows Server 2008, Windows 7, Windows Server 2012 und danach erst Windows 8 und Windows 8.1.

Hier die Top 10 der Betriebssysteme mit den meisten Sicherheitslücken im Jahr 2014:

Top 10: Die unsichersten Betriebssysteme im Jahr 2014
Vergrößern Top 10: Die unsichersten Betriebssysteme im Jahr 2014
© GFI Software

Bei der Top 10 der im Jahr 2014 von Sicherheitslücken am meisten betroffenen Applikationen gab es im Vergleich zum Vorjahr kaum Veränderungen. Auf den vorderen Plätzen landen auch dieses Mal vor allem Browser, weil diese Anwendungen häufig und gerne für Angriffe ausgenutzt werden. Auf dem ersten Platz landet erneut mit großem Abstand der Internet Explorer, wie auch in den beiden vergangenen Jahren zuvor. Es ist sicherlich die richtige Entscheidung von Microsoft, mit Project Spartan von Grund auf einen neuen Browser zu entwickeln, der dann mit Windows 10 ausgeliefert werden soll.

Hier die Top 10 der Programme mit den meisten Sicherheitslücken im Jahr 2014:

Top 10: Die unsichersten Programme im Jahr 2014
Vergrößern Top 10: Die unsichersten Programme im Jahr 2014
© GFI Software

Grundsätzlich empfiehlt GFI Software den Administratoren die Systeme in folgender Reihenfolge stets Top-aktuell zu halten.

  • Betriebssystem

  • Web-Browser

  • Java

  • Adobe Gratis-Software (Flash Player, Reader, Shockwave Player, AIR)

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