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iPhone-Entwickler klagt über Preisstruktur im App Store

10.12.2008 | 17:30 Uhr |

Ein iPhone-Entwickler hat einen offenen Brief an Steve Jobs geschrieben. Darin bedauert er, dass iPhone-App so günstig sein müssten, um erfolgreich zu sein. So käme es zur "Masse statt Klasse".

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Im App Store , Apples Softwareplattform für das iPhone und den iPod Touch , haben Nutzer inzwischen die Auswahl aus 10.000 unterschiedlichen Programmen. Viele davon sind kostenlos oder für 79 Cent zu haben. Dies macht dem Entwickler Craig Hockenberry Sorgen. Er fürchtet, dass die aktuelle Preisstruktur auf Kosten der Qualität und guter Ideen geht. In einem offenen Brief wendet er sich an Steve Jobs persönlich.

Hockenberry sieht den Trend, dass die Programme so günstig wie möglich angeboten werden, um gute Platzierungen im App Store zu bekommen. Als Entwickler der Programme Twitterrific und Frenzic will er sich über mangelnden Erfolg nicht beschweren, sorgt sich aber über die Finanzierung aufwändigerer Projekte. "Wir haben viele Ideen für iPhone-Apps. Leider arbeiten wir nicht an den cooleren und komplexeren Ideen. Stattdessen entwickeln wir 99-Cent-Titel mit begrenzter Lebensspanne und breiter Zielgruppe."

Programme wie Klingetöne

Craig Hockenberry nennt die kleinen, typischen Apps "Ringtone Apps" (Klingelton-Programme). Die Marktgegebenheiten im App Store würden dies erfordern. Hockenberry rechnet Steve Jobs vor, wie ein typisches Software-Projekt für das iPhone aussähe: Entwickler und Designer kosteten etwa 150 bis 200 Dollar pro Stunde. Ein Projekt für drei Personen über einen Monat häuft Investitionskosten von etwa 80.000 Dollar an. Dafür müsse man ein 99 Dollarcent-Programm etwa 115.000 Mal verkaufen (30 Prozent des Umsatzes gehen an Apple).

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