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Ohne Kabel

21.03.2005 | 13:43 Uhr |

Ursprünglich wollte man mit Bluetooth lediglich den Kabelsalat abbauen, sehr schnell kamen die Entwickler und Hersteller auf weitere Einsatzgebiete.

Denn gerade beim Anschluss von Peripheriegeräten wie PDA, Mobiltelefon und Ähnlichem an den PC häufen sich die Probleme. Das Durcheinander von seriellen Kabelanschlüssen, USB-Ports und anderen Schnittstellen behindert das einfache Verbinden der Komponenten. Dazu kommt der Wunsch vieler Anwender, etwa mit dem PDA mal schnell ins Internet zu gehen, ohne komplizierte Verkabelungen anzuschaffen. Mit IrDA, der Verbindung per Infrarot, gab es vor Jahren schon Ansätze, die Probleme in den Griff zu bekommen. Allerdings setzt IrDA "Sichtkontakt" der beteiligten Geräte voraus, was oft zu lustigen Verrenkungen der Eigner führte.

Technik

Bluetooth funkt im Frequenzbereich von 2,4 Gigahertz wie auch die Wireless-LANTechnologie. Während WLANs die Daten mit 11 beziehungsweise 54 Megabit pro Sekunde durchs Netzwerk jagen, bietet Bluetooth nur gut 700 Kilobit pro Sekunde. Bluetooth ist folglich nicht auf die Übertragung großer Datenmengen ausgerichtet. Wie bei WLAN gibt es auch bei Bluetooth das so genannte "Frequenz- Hopping": Jedes Datenpaket wird nach dem Empfang bestätigt, danach wechseln die Kommunikationspartner die Frequenz. Auf diese Weise kommen Störungen durch andere Funkquellen, etwa WLANs, Mikrowellen und dergleichen nicht so zum Tragen. Anders als bei WLANs können nicht unendlich viele Partner miteinander kommunizieren, sondern maximal acht. Ein Gerät ist dabei immer als so genannter "Master", die anderen als "Slaves" im Einsatz. Der Master gibt in dem Team immer die Kanalwechsel vor und gewährleistet so, dass die Kommunikation aufrechterhalten wird. Die meisten Bluetooth-Geräte kommen in der Strom sparenden Variante "Klasse 3" daher und sind in der Lage, in einem Umkreis von ungefähr zehn Metern Verbindung aufzunehmen. Zu dieser Geräte- klasse gehören etwa Adapter für Notebooks, PDAs und Mobiltelefone. Geräte der Klassen 2 und 1 können im Umkreis von 50 beziehungsweise 100 Metern Daten versenden und empfangen und brauchen eine eigene Stromversorgung. Zu diesen Kategorien zählen etwa Drucker oder LAN-Access-Points, an denen PDAs und Notebooks drahtlosen Zugang zum Inter net und Firmennetzwerk erhalten.

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