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Oldies neu mastern mit Garageband

17.03.2008 | 15:51 Uhr |

Viele Musiker schätzen Apples Software Garageband auf Grund seines gut nachvollziehbaren Vorgehens beim Komponieren. Weniger bekannt ist, dass sich Garageband für das klangtechnische Liften von Musikstücken sehr gut eignet

Stellt man den Sound älterer Aufnahmen aktuellen Produktionen gegenüber, merkt man, dass auch die Aufnahmetechnik mittlerweile sehr vorangeschritten ist. Verglichen mit neuen Aufnahmen klingen ältere durchweg leise, dumpf und vergleichsweise undifferenziert. Das lässt sich jedoch korrigieren.

Für eine rudimentäre Verbesserung beim Abspielen von Musik reicht das Basisinstrumentarium handelsüblicher Hifi-Anlagen – sprich: die Regler für Lautstärke, Bässe und Höhen. Besitzer eines Mac oder iPod können auf den Equalizer von iTunes (ansteuerbar über das Menü „Fenster“) sowie die EQ-Einstellungen der iPod-Software (ansteuerbar über den Punkt „Einstellungen“) zurückgreifen, die werks-eingestellt bereits rund zwei Dutzend entsprechende Voreinstellungen bieten: von „Mehr Bässe“ und „Mehr Höhen“ bis hin zu genrespezifischen Equalizer-Vorkonfigurationen wie „Dance“, „Klassik“ und „Rock“. Solche Verbesserungen sind jedoch nur temporär.

Wer die Klangqualität alter Aufnahmen substanziell und dauerhaft verbessern will, benötigt ein versiertes Soundbearbeitungsprogramm wie Garageband. Ob einfache Soundverbesserung oder versiertes Track-Lifting: Die Optimierungsprozedur in Garageband gliedert sich stets in zwei Hauptvorgänge: die Klangqualitätsbearbeitung eines Titels und die hierfür nötigen Import-, Export- und Formatkonvertierungsvorgänge inklusive der damit verknüpften Handhabung unterschiedlicher Dateien und Titelversionen. Der eigentliche Mastervorgang in Garageband findet in unterschiedlichen Spuren statt, in denen bestimmte Klangkomponenten des importierten Originalstücks isoliert und daraufhin gezielt optimiert werden. Der Umfang der Optimierung selbst hängt von unterschiedlichen Faktoren ab – zum Beispiel der Frage, wie viel Aufwand man investieren will oder wie weit fortgeschritten die eigenen Kenntnisse sind. Das im Folgenden beschriebene Verfahren orientiert sich an einem auch für Einsteiger nachvollziehbaren Level und zeigt Möglichkeiten, Garageband-Optimierungen als Standard anzulegen und auf mehrere Stücke anzuwenden.

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