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Online-Handel fährt meist Verluste ein

12.11.2002 | 10:12 Uhr |

Der Online-Verkauf bleibt für einen Großteil der deutschen Händler ein Verlustgeschäft. Nur jeder vierte Einzelhändler werde damit 2002 Gewinn machen, berichtete der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Montag in Frankfurt. Damit hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. Dagegen dürfte der Online-Verkauf am gesamten Handelsumsatz in diesem Jahr nach HDE-Schätzung von 1,0 auf 1,6 Prozent gestiegen sein. Dies entspricht Erlösen von acht Milliarden Euro nach fünf Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

2003 werde der Anteil des Online-Umsatzes laut Prognose von HDE- Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel auf 2,1 Prozent oder elf Milliarden Euro ähnlich schwach zulegen. «Dennoch marschiert das Internet in unserer Branche eindeutig weiter vorwärts - trotz des Zusammenbruchs des Neuen Marktes», hob er hervor. Mittlerweile nutzten 75 Prozent der Händler das Datennetz für geschäftliche Zwecke - zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Aber bei kleinen und mittelgroßen Betrieben passiere noch zu wenig. Sie verkennen nach HDE-Meinung die Chance, mit Hilfe des Internets Kunden an sich zu binden. Daher überrascht es nicht, dass die zehn größten Online-Händler - dazu zählen KarstadtQuelle, Otto und Amazon - die Hälfte des gesamten Online-Umsatzes in diesem Jahr auf sich vereinen. Vor allem Bücher, Schreibwaren, Bürobedarf und Fotos sind laut einer HDE-Umfrage Produkte, die sich gut über die Datenautobahn verkaufen lassen. Überhaupt nicht durchgesetzt hätten sich Lebensmittel. dpa

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