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Online-Umsätze am Black Friday erstmal über einer Milliarde US-Dollar

02.12.2013 | 05:45 Uhr |

Adobe schätzt, dass innerhalb von fünf Jahren die Online-Umsätze an Thanksgiving die des Black Friday übersteigen werden.

Der diesjährige Trend, dass fast alle Black-Friday-Angebote bereits am US-Erntedankfest am Donnerstag online verfügbar waren, hat Folgen: Mit 1,06 Milliarden US-Dollar liegen die Online-Umsätze um 18 Prozent höher als im Vorjahr, berichten die Analysten von Wall Street Journal . Adobe hat diese Rekordzahl bestätigen können, da neun der führenden zehn Fachhändler (und immerhin 70 Prozent der Top-500 US-Handelsketten) das Adobes Marketing-System in der Cloud nutzen. Adobe erwartet, dass dank des Online-Geschäfts innerhalb der nächsten fünf Jahre am Feiertag vor Black Friday höhere Umsätze erzielt werden, als am traditionellen Black Friday selbst. Adobe erwartet für den Freitag nach Thanksgiving in diesem Jahr  mit 1,6 Milliarden einen Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2012 und für den kommenden Montag - Cyber Monday - gar 2,27 Milliarden US-Dollar Umsatz und damit immerhin 15 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Statistiken von Adobe zeigen auch einen weiteren Trend: 20,9 Prozent von allen Online-Käufen wurden über mobile Geräte getätigt. Genauer gesagt: 152 Millionen US-Dollar wurden über Tablet-Computer und 70 Millionen über Smartphones ausgegeben. 130 Millionen der ersten Gruppe nutzen ein iPad .

Die Zeitspanne zwischen dem US-Erntedankfest und Weihnachten ist dieses ungewöhnlich kurz und alle Händler versuchen, dies mit Rekordumsätzen auszugleichen: Target zum Beispiel verspricht jedem Kunden in der kommenden Woche weitere 20 Prozent Preisnachlass, wenn dieser am Entedanktag oder Black Friday 75 US-Dollar in Target ausgegeben hat, sei es online oder in einem der Läden.

Auch die Analysten bei IBM bestätigen den Online-Trend: Laut deren Daten sind die Online-Umsätze um 20 Prozent gegenüber 2012 gestiegen und pro Kauf wurden durchschnittlich 127,59 US-Dollar ausgegeben. Während das Online-Geschäft tagsüber eher zurückhaltend verlief, sind die Verkaufszahlen gegen 20:00 Uhr sprunghaft angestiegen, also genau zu der Zeit, als die großen US-Handelsketten wie Macy und Target ihre Laden-Pforten schlossen.

Die Auswertungen von IBM zeigen auch einen starken Anstieg der Internetnutzung. Die Transferraten stiegen um 32 Prozent an und 25,8 Prozent sind auf Online-Käufe zurückzuführen. Als Einstiegsseite beim Online-Shopping nutzten die Käufer viermal häufiger Facebook als die Konkurrenz Pinterest . Im Schnitt haben diese Kunden aber beide dann knapp über 100 US-Dollar pro Kauf gespendet.

Adobe bestätigt, dass bei den Online-Umsätzen in 2013 Amazon auf Platz eins, knapp vor Walmart lag. Laut Adobes Daten interessieren sich die Kunden übrigens weitaus mehr für die Playstation 4 von Sony als für Xbox One von Microsoft.

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