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Bitkom: Jeder vierte Internet-Nutzer ab 14 lügt im Web

13.01.2010 | 10:27 Uhr |

Besonders Name, Alter und E-Mail-Adresse werden gern falsch angegeben - das lässt sich allerdings auch als sinnvolle Abwehrreaktion verstehen, meint Bitkom-Präsident Scherer.

Fast jeder vierte Internet-Nutzer ab 14 Jahren (23 Prozent) hat online schon einmal falsche Angaben über sich gemacht - das entspricht 12 Millionen Deutschen, hat der Berliner Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) in einer Studie herausgefunden. Bei einer Umfrage von Forsa im Auftrag des Bitkom wurden demnach mehr als 1.000 Internet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Besonders beliebt sei das Tricksen bei Name und Alter. Von denen, die im Web schon einmal geflunkert haben, habe jeder zweite diese Angaben manipuliert. Jeder dritte gab eine falsche Telefonnummer an. Jeweils jeder vierte macht falsche Angaben zu seiner E-Mail-Adresse, seinem Einkommen und körperlichen Eigenschaften. 14 Prozent der Schwindler geben sogar ein falsches Geschlecht an. Die Gründe für dieses Verhalten seien sehr unterschiedlich. "In erster Linie sind Falschangaben eine Abwehrreaktion gegenüber den zahlreichen Datenabfragen im Internet", meint Scheer. 58 Prozent der Schwindler sei es schlicht zu suspekt, so viele persönliche Daten preiszugeben. Fast ebenso viele (48 Prozent) versuchen ferner, unerwünschter Werbung zu entgehen. Allerdings würden einige User anderen auch bewusst etwas vortäuschen. Die komplette Übersicht gibt es auf der Bitkom-Homepage.

Info: Bitkom

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