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Open Street Map: Die freie Alternative zu Google Maps

07.07.2008 | 17:30 Uhr |

Open Street Map ist ein ehrgeiziges Projekt. Mit Hilfe von freiwilligen Kartografen soll eine lizenzfreie Weltkarte entstehen. Die Wikipedia der Karten.

Open Street Map: Detailierter als Google Maps
Vergrößern Open Street Map: Detailierter als Google Maps

Google Maps dominiert die Kartographie im Internet. Es gibt kaum einen Geo-Dienst, der nicht auf das Kartenmaterial setzt, das der Suchmaschinenbetreiber lizensiert hat. Aber wohl gerade wegen dieser Dominanz hat sich ein Projekt entwickelt, das eine eigene Weltkarte erstellen will - ohne Lizenzkosten und ohne auf das Kartenmaterial der wenigen Anbieter zu setzen. "Das Projekt wurde gestartet, weil die meisten Kartendienste, die man für kostenlos hält, rechtlich oder technisch eingeschränkt sind. Dies hält Menschen davon ab, sie in kreativer, produktiver oder unerwarteter Art einzusetzen", schreiben die Macher. Material der Open Street Map kann jeder Nutzer als HTML oder Grafik exportieren und ohne Einschränkungen einsetzen.

Es sind Freiwillige, die mit einem GPS die Welt vermessen. Open Street Map funktioniert wie die Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia. Nutzer können die Karte editieren und erweitern. Rund 30.000 freiwillige Kartografen gibt es bereits, die zur Open Street Map beitragen. Die Server des Dienstes stehen in England, im University College of London. Das bisherige Ergebnis kann sich sehen lassen: In Ballungsgebieten wie München sind die Straßen wesentlich detailierter verzeichnet als bei Google Maps. Besonders Fußwege sind bei Google Maps Fehlanzeige, bei offenen Konkurrenzprodukt hingegen nicht. Auf eine Satellitenansicht müssen die Nutzer allerdings verzichten.

Info: Open Street Map

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