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OpenOffice.org Aqua geht an die Öffentlichkeit

05.06.2007 | 17:04 Uhr |

Wer sehnlichst auf die Aqua-Version von OpenOffice.org wartet, kann sich ab sofort eine erste öffentliche Alphaersion des kostenlosen Büropakets für den Mac herunterladen und sie sich zunächst einmal anschauen. Für den täglichen Einsatz ist sie auf Grund noch fehlender Funktionen allerdings nicht geeignet. Dennoch zeigt sie eindrucksvoll, wohin die Reise geht: Die Installation des Fenstermanagers X11 erübrigt sich und die enthaltenen Open Source-Applikationen binden sich - auch optisch - besser in Mac OS X ein.

"Diese Software könnte abstürzen und Ihre Daten zerstören. Verwenden Sie sie nicht für die Arbeit in einer Produktionsumgebung", warnt die Entwicklerseite und man sollte sich auch dringend an diese Empfehlung halten. Besonders schwierig dürfte das allerdings niemandem fallen, schließlich kann die aktuelle Vorversion 2.2 bislang weder drucken noch funktionieren Copy-and-paste und Drag-and-Drop. Der PDF-Export ist fehlerhaft und Abstürze sind ersten Anwenderberichten zufolge eher die Regel als die Ausnahme, auch an der Oberfläche wollen die Entwickler im Laufe des Jahres noch feilen. Eine genaue Liste der bekannten Fehler findet sich im Internet. Bereits in OpenOffice.org Aqua enthalten sind dafür alle Programmteile - die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, die Präsentationssoftware Impress, die Grafikanwendung Draw sowie die Datenbank Base und ein Formeleditor, Math. Fertig sein wird OpenOffice.org Aqua laut der aktuellen Roadmap erst im Laufe des nächsten Jahres. Bis Ende 2007 soll aber bereits eine Betaversion zur Verfügung stehen, die alle Funktionen der finalen Ausgabe umfasst: natives Drucken, Drag-and-drop und die Integration von QuickTime.

In der Zwischenzeit und auch darüber hinaus bietet sich als Alternative, die ebenfalls kostenfrei ist und auf X11 verzichtet, das Paket NeoOffice an, das auf OpenOffice.org aufbaut. Und Platzhirsch Microsoft verlangt für seine Produkte zwar Bares - die auf der MacWorld Expo im Januar erstmals gezeigte neue Version 2008 von Office für den Mac aber verspricht, ein Augenschmaus zu werden, viele neue Funktionen zu enthalten und leichter zu bedienen zu sein als der Vorgänger und wohl auch die Open-Source-Konkurrenz. Vom aktuelle OpenOffice.org Aqua-Build lässt sich sowohl für Intel-Macs als auch für PowerPC-basierte Systeme jeweils eine eigene Version herunterladen, beide sind etwas über 130 Megabyte groß und setzten Mac OS X 10.4 voraus. Deutsche Versionen sind vorhanden.

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