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Opera reicht Klage gegen Microsoft ein

14.12.2007 | 12:16 Uhr |

Opera Software hat am Mittwoch gegen Microsoft in der europäischen Union eine Klage wegen Monopolbildung eingereicht. Die norwegische Firma beschuldigt Microsoft, dass die Einbindung des Internet Explorer Web-Browsers in das Betriebssystem Konkurrenz unterdrückt.

Die Auslieferung des Betriebssystems Windows mit ausschließlich Internet Explorer als Standard-Browser wird in der Klage as „Machtmissbrauch“ beschrieben, insbesondere, da Internet Explorer IE nicht dem akzeptierten Standard für Web-Browser folgt. Durch die weite Verbreitung von IE ist es wahrscheinlich, dass Programmierer ihre Webseiten-Entwicklung an IE anpassen und damit die Verwendung von anderen Browsern ausschließen.

Opera verlangt nun „stellvertretend für alle Kunden, die Monopol-Voreinstellungen ablehnen“, dass die Kommission der europäischen Union Microsoft zwingt, entweder IE von seinen Betriebssystemversionen zu entfernen oder weitere Standard-Browser in diese Paketlösung aufzunehmen.

Mircosoft hat angekündigt dass sie die Untersuchungen voll unterstützen werden. Aber gleichzeitig auch eingeschränkt, dass „die Einbindung eines Browsers im Interesse der Kunden steht und jeder Anwender und PC-Hersteller frei seinen Standard-Browser wählen kann.“

Operas Klage fügt eine neue Front im Krieg von Microsoft gegen europäische Gerichte hinzu. Seit 2004 läuft die Klage wegen Monopolbildung durch Einbindung von Media Player in das Betriebssystem. Ein Berufungsverfahren von Microsoft wurde vor drei Monaten abgelehnt.

Der bisherige Erfolg jedoch ist nicht unbedingt berauschend. Der Klage zufolge muss Microsoft eine Betriebssystemversion ohne Media Player anbieten. Mircosoft brachte diese Version in 2005 unter dem Namen „Windows Edition N“ auf dem Markt – zum gleichen Preis wie die normale Version. Folglich war kein Kaufinteresse für diese abgespeckte Version zu sehen.

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