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Optionsskandal: Fred Anderson verlässt Apples Aufsichtsrat

05.10.2006 | 11:13 Uhr |

Die internen Untersuchungen Apples in Bezug auf inkorrekt vergebene Aktienoptionen haben nach gut drei Monaten erste Konsequenzen.

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Apples ehemaliger Finanzvorstand Fred Anderson erklärte gestern via Apple-Pressemitteilung, er glaube es sei "in Apples bestem Interesse", wenn er aus dem Aufsichtsrat zurücktrete. Den Sitz im Aufsichtsrat hatte Anderson inne, seitdem er im Jahr 2004 den Posten als CFO aus Altersgründen aufgab und ihn Peter Oppenheimer als Finanzchef ablöste. In einer Stellungnahme bittet Apple-CEO Steve Jobs Aktionäre und Angestellte Apples für die entstandenen Probleme. Diese seinen "komplett untypisch für Apple". Die ausstehenden Maßnahmen werde man so schnell als möglich ergreifen und wolle Vorsorge tragen, dass " so etwas nie wieder passiert." Jobs räumte zudem ein, von den Rückdatierungen gewusst, aber nicht davon profitiert zu haben. Dass die anrüchige aber nicht illegale Praxis Auswirkungen auf die Bilanzen habe, sei ihm nicht bewusst gewesen.

Apple erklärt, dass die Untersuchungen kein Fehlverhalten des gegenwärtigen Managements aufgedeckt hätten. Der jüngste Vorfall habe sich bei einer Optionsgewährung im Januar 2002 ergeben, insgesamt scheinen bei 15 gewährten Aktienoptionen zwischen 1997 und 2002 die Daten vorverlegt worden, um den derart belohnten Mitarbeitern einen möglichst hohen Gewinn zu bescheren. Neben Anderson sei ein weiterer ehemaliger Top-Manager in die irreguläre Optionsvergabe verwicklet gewesen, die internet Untersuchung habe zu "schweren Bedenken über das Verhalten zweier ehemaliger Manager" geführt. Alle Ergebnisse wolle die Untersuchungskommission an die US-Börsenaufsicht SEC weiterleiten. Wie weit Apple seine Bilanzen korrigieren muss, steht noch nicht fest, mit großem materiellen Schaden muss für das Unternehmen nicht gerechnet werden.

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