1051046

Optischer IBM-Chipsatz schafft 160 Gbps Durchsatz

26.03.2007 | 10:35 Uhr

Forscher der IBM haben den Prototypen eines optischen Transceivers präsentiert, der enorme Datenübertragungsraten schafft.

Mit 160 Gigabit pro Sekunde Durchsatz könnte zum Beispiel ein PC einen High-Definition-Spielfilm binnen einer Sekunde herunterladen. Die neue Technik könnte nach Angaben der IBM in drei Jahren für Consumer- und Unternehmensanwendungen marktreif sein.

IBMs Transceiver überträgt Daten als Lichtpulse mittels Photonen statt über Elektronen in herkömmlichen Kupferleitungen. Er ist in Standard-CMOS-Technik (Complementary Metal Oxide Semiconductor) gefertigt. Für die optischen Komponenten kommen aber exotische Materialien wie Indiumphosphid und Galliumarsenid zum Einsatz. Das Ganze passt in ein Package von 3,25 mal 5,25 Millimeter - klein genug, um es auf einer gedruckten Platine unterzubringen.

Alle nötige Technik für den Bau existiert bereits heute. Es werde aber vermutlich mindestens drei Jahre dauern, bevor Zulieferer entsprechende Komponenten in für eine Kommerzialisierung ausreichender Zahl bereitstellen könnten, schätzt IBM. Gefördert wurde die Entwicklung des optischen Transceivers von der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. IBM-Wissenschaftler zeigen sie heute auf der Optical Fiber Conference in Anaheim, Kalifornien.

Auch andere Hersteller arbeiten an optischen Schaltungen. Im September vergangenen Jahres etwa hatte Intel zusammen mit der University of California at Santa Barbara neue "Laser-Chips" entwickelt, die Daten viel schneller übertragen als herkömmliche Kupferleitungen. IBM wiederum ließ im Dezember die Ankündigung folgen, es habe Photonen so weit heruntergebremst, dass man sie zur Speicherung von Daten nutzen könne. (tc)

0 Kommentare zu diesem Artikel
1051046