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Larry Ellison sagt IBM den Kampf an

04.10.2011 | 13:45 Uhr |

Auf der Oracle-Hausmesse OpenWorld in San Francisco wirbt der CEO für neue Database Appliances und teilt gegen den Rivalen IBM aus.

Larry Ellison, CEO Oracle
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© Oracle

Seine Eröffnungsrede am frühen Sonntagabend (Ortszeit) nutzte Larry Ellison überwiegend dazu, einmal mehr die Vorteile der hauseigenen sogenannten Engineered Systems herauszustellen - optimierte Kombinationen aus Soft- und Hardware.

Als Alleinstellungsmerkmale der Engineered Systems stellte Ellison die durchgängige Parallelisierung - von Servern über Storage bis hin zu den Infiniband-I/O-Pipes - in Kombination mit effektiver Datenkompression heraus.

Bisher gab es "Exadata" für Datenbanken, "Exalogic" für Middleware sowie die "Oracle Database Appliance" für kleine und mittlere Unternehmen. Exadata und Exalogic arbeiten mit Intel-Prozessoren. Seit letzter Woche hat Oracle ihnen nun den universell einsetzbaren Highend-Cluster " Oracle Sparc Supercluster " mit Sparc/Solaris zur Seite gestellt.

Der Oracle-Chef lobte die Sparc- und Solaris-Entwicklungsteams der übernommenen Sun Microsystems ganz ausdrücklich und bescheinigte ihnen eine hervorragende Arbeit. Ganz besonders stolz ist Ellison offensichtlich angesichts der Fortschritte, die Oracle mit dem "Sparc T4" erzielt hat.

Der ist endlich mal in einem wichtigen Punkt schneller als IBMs seit Jahren im RISC-Bereich führende Power-Architektur - nämlich in der Java-Leistung gemessen im SPECjEnterprise-Benchmark. Oracles T4-Systeme seien allerdings nicht nur leistungsmäßig überlegen, sondern auch beim Preis-Leistungsverhältnis, so Ellison.

"Wir sind bei Java schneller, Mr. Blue", lästerte der Oracle-Boss. "Und wir werden nicht nachlassen." Man werde IBM über kurz oder lang auch bei der Integer-Rechenleistung abhängen - bereits in einem Jahr (und damit schneller als geplant) werde der "T5" herauskommen und "doppelt so schnell" sein wie der Vorgänger.

"Wir sind schon jetzt besser bei Java als IBM. Bei Integer werden wir sie auch schlagen", versprach Ellison. "Und dann ist nichts mehr übrig." Danach ruderte er allerdings ein bisschen zurück - falls Oracle die künftigen Power-Chips von "Big Blue" in Sachen Integer-Leistung nicht schlagen könne, dann würden seine Chipdesigner zumindest "nah dran" sein.

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