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Oracle kündigt OpenOffice-Update an

20.04.2011 | 06:39 Uhr |

Beim Software-Unternehmen Oracle war gestern Patch Day. Wie in jedem Quartal hat der Hersteller ein umfangreiches Update-Pakete angekündigt. Darunter ist auch ein Sicherheits-Update für OpenOffice.org - vielleicht schon das letzte

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Anders als etwa Microsoft bringt das als Datenbankhersteller bekannt gewordene Unternehmen Oracle im Normalfall nur quartalsweise Sicherheits-Updates heraus. Da Oracles Produkt-Portfolio durch Übernahmen, etwa von Peoplesoft und Sun Microsystems, inzwischen deutlich angewachsen ist, hat es der Update-Dienstag in sich. Nur für Java (JDK, JRE) hat Oracle einen separaten, viermonatlichen Patch-Zyklus beibehalten.

Zu den Produkten, für die Oracle Sicherheits-Updates angekündigt hat, gehören die hauseigene Datenbank-Suite, Fusion Middleware, JRockit, WebLogic Server, E-Business Suite, Peoplesoft Enterprise-Produkte, die Sun Product Suite (etwa Solaris) sowie OpenOffice und StarOffice. Für Fusion Middleware und die Sun Product Suite erreichen die zu stopfenden Lücken den maximalen CVSS-Score von 10.0, für OpenOffice/StarOffice 9.3. Das entspricht der Risikostufe "kritisch".

Für OpenOffice und StarOffice könnte heute bereits der letzte Oracle Patch Day sein. Denn Oracle hat angekündigt OpenOffice nicht mehr weiter entwickeln zu wollen. Es soll der Entwicklergemeinschaft übergeben werden, von denen sich viele nach der Sun-Übernahme von Oracle abgewandt haben. Sie haben die Document Foundation gegründet, die mit LibreOffice eine alternative Version auf der gleichen Code-Basis heraus gebracht hat. Die unter dem ursprünglichen Namen StarOffice vertriebene kommerzielle Office-Suite soll eingestellt werden.

Für die Java-Entwicklungsumgebung JDK und die Java Laufzeitumgebung JRE ist der nächste reguläre Update-Termin am 7. Juni, ebenfalls ein Dienstag. Die jüngste Aktualisierung Java 6 Update 24 (6u24) hat Oracle im Februar bereit gestellt.

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