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Was Google speichert und an seine Server überträgt

27.04.2011 | 09:43 Uhr

Auch Android speichert den Aufenthaltsort des Nutzers. Der Grund dafür sei der gleiche wie bei Apple: Es gehe darum die Verbindungsqualität zu verbessern. Doch im Gegensatz zu iOS werden insgesamt weniger Datenpunkte vorgehalten.

Ortsbasierte Daten: Tracking-Skandal um Apple nur heiße Luft?
Vergrößern Ortsbasierte Daten: Tracking-Skandal um Apple nur heiße Luft?

Auch Android speichert den Aufenthaltsort des Nutzers. Der Grund dafür sei der gleiche wie bei Apple : Es gehe darum die Verbindungsqualität zu verbessern. Doch im Gegensatz zu iOS werden insgesamt weniger Datenpunkte vorgehalten.

Anders als beim mobilen Betriebssystem aus Cupertino handelt es sich hierbei um einen begrenzten Speicher, der erneuert wird. Alte Datensätze werden also gelöscht oder überschrieben. Es werden 50 Datensätze für Funktürme und 200 Datensätze für den Bereich Wlan gespeichert. Wie der Datenanalyst Sama Kamkar ermittelt hat, schickt ein für die Untersuchung verwendetes HTC-Smartphone darüber hinaus die Daten mehrmals stündlich an Google.

Aber nicht nur Positionsdaten werden übertragen, sondern zusätzlich Namen, Orte und die Signalstärke von in der Nähe befindlichen Wlan-Zugängen. Außerdem koppelt Google sie an eine eindeutige Identifikationsnummer, mit der sich die übermittelten Daten zuordnen lassen.

Die Informationen seien zwar etwas schwerer als beim iPhone zu bekommen (das Android-Gerät muss gerootet werden), jedoch stelle das für Hacker und versierte Anwender kein Problem dar, so Kamkar. Auch einigen Datenschützern gibt die Speicherung Anlass zur Sorge, wenn auch aus einem anderen Grund. Wird man zum Beispiel eines Verbrechens beschuldigt, könnten diese Informationen für eine Positionsbestimmung zur Tatzeit verwendet werden, wenn der Zeitpunk nicht allzu weit in der Vergangenheit liegt.

Der Google-Sprecher Randall Safara erklärte gegenüber dem Blog Ars Technica, dass diese Informationen nur dann an Google übermittelt würden, wenn der Nutzer dem auch zustimmt. "Die Weitergabe von standortbasierten Daten ist optional.

Wir informieren unserer Nutzer und lassen ihnen die Kontrolle über die zu übertragenden Daten[…]." Safara bezieht sich in seinen Aussagen auf eine Abfrage beim Hinzufügen des Google-Accounts zum Android-Gerät. Ob dies die Nutzer allerdings in die Lage versetzt einzuschätzen, was wie oft und in welchem Umfang übertragen wird, scheint fraglich.

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