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Other World Computing kündigt Hybrid-Software für SSD und HDD an

12.01.2015 | 15:27 Uhr |

Transwarp heißt das Software-Tool im Angebot von Other World Computing, das eine einfache und schnelle Verbindung zwischen einer herkömmlichen HD-Festplatte sowie einer flotten SSD schaffen soll.

Bekannt geworden ist die Hybrid-Technik der logischen Verbindung einer traditionellen mechanischen Festplatte und einer SSD durch die iMacs von Apple, vom Mac-Hersteller Fusion-Drive genannt. Hier werden vor allem Informationen zum Betriebssystem, Programme und häufig genutzte Dateien auf der schnelleren SSD abgelegt (”Tiering”), dauerhaft gespeicherte Dokumente und Daten dagegen auf der langsameren Festplatte.

Other World Computing geht mit der demnächst vertriebenen Softwarelösung einen anderen Weg. Bei der Transwarp genannten Hybrid-Technik von Soft-RAID verbleibt das Betriebssystem auf der mechanischen Festplatte, die am häufigsten und zuletzt genutzten Einheiten und Daten  werden jedoch auf die SSD in den Cache geschrieben, was die Gesamt-Performance deutlich erhöhen soll, wobei aber die gesamte Information über das Laufwerk und damit dessen vollständige Funktionsfähigkeit stets auf der Festplatte erhalten bleibt. Dadurch lässt sich die SSD ohne Datenverlust oder Beeinträchtigung des ursprünglichen Laufwerks entfernen. Die SSD soll sogar dann die an sich nur in den Cache geschriebenen Daten bewahren, wenn sie abgeschaltet ist, und bei Wiederverwendung diese wieder zur Verfügung stellen. Dies kann etwa für Laptop-Nutzer von Vorteil sein, die zuhause schneller mit SSD, dafür unterwegs ohne die SSD zwar langsamer, aber dafür mit weniger Ballast arbeiten können.

Unterstützt werden soll jedes Dateisystem, das mit OS X zusammenarbeitet. Die Einrichtung soll schnell und nahtlos funktionieren, so dass der Nutzer während der Arbeit ähnlich wie beim Fusion-Drive von Apple ein einziges logisches Laufwerk vor Augen hat.

Vorgestellt hat Anbieter OWC das neue Software-Tool von Entwickler Soft-RAIDwährend der CES 2015 in Las Vegas. Erscheinen soll die Software im Verlauf dieses Jahres, über die genauen Systemvoraussetzungen und den Preis ist noch nichts bekannt.

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