PC-Markt

Nachfrage nach x86-Prozessoren sinkt weiter

08.11.2012 | 11:18 Uhr | Denise Bergert

Der PC-Markt hat seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen zu kämpfen. Dass die Zukunftsaussichten nicht gerade rosig sind, zeigen auch die aktuellen Zahlen. So ging die Nachfrage nach x86-Prozessoren auch im dritten Quartal 2012 um weitere neun Prozent zurück.

Wie Dean McCarron, Analyst bei Mercury Research, gegenüber unserer US-Schwesternzeitschrift PCWorld bestätigte, markiert der Zeitraum von Juli bis September 2012 das zweitschlechteste Quartal im Geschäft mit x86-Prozessoren seit der Branchen-Krise im Jahr 2001. Besonders hart trifft der aktuelle Trend hin zu Tablet-PCs Hersteller AMD. Da das Unternehmen vor allem in preisgünstige Laptops investiert hatte, muss AMD einen Rückgang seines Marktanteils auf 16,1 Prozent verbuchen. Einfache Notebooks oder Netbooks in denen AMD-Prozessoren zum Einsatz kommen, werden zunehmend von Tablets oder so genannten Padphones mit großem Display abgelöst.

Konkurrent Intel scheint mit seinen Ivy-Bridge-Core-Prozessoren hingegen aufs bessere Pferd gesetzt zu haben. Die Chips kommen vor allem in Desktop-PCs zum Einsatz, die sich noch immer einer hohen Nachfrage erfreuen. Damit konnte Intel seinen Marktanteil im dritten Quartal 2012 sogar von 80,6 auf 83,3 Prozent aufstocken.

Gesamt betrachtet, sinken die Absatzzahlen von PCs aber auch weiterhin. Wie das Marktforschungsunternehmen IDC bestätigt, wurden im vergangenen Quartal weltweit 8,6 Prozent weniger PCs ausgeliefert. Eine Umkehrung dieses Trends könnte laut IDC nur noch durch eine breitere Akzeptanz von Windows 8 bewirkt werden. Ob Microsofts neues Betriebssystem den PC-Markt tatsächlich wieder wird ankurbeln können, bleibt jedoch abzuwarten.

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