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PC-Markt befindet sich im freien Fall

12.04.2013 | 10:12 Uhr |

Eine aktuelle IDC-Studie sieht schwarz für den PC. Schuld seien hohe Preise, Windows 8 und die Tablets. Für das nächste Jahr sieht es sogar noch düsterer aus.

Wie die Marktforscher von IDC errechnet haben , ist der PC-Markt aufgrund der Abneigung der Käufer gegenüber Windows 8 und wegen des zunehmend wachsenden Smartphone- und Tablet-Marktes im freien Fall. Die weltweiten PC-Verkäufe sollen im ersten Quartal 2013 76,5 Millionen erreicht haben - also 13,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zwar habe man mit einem Rückgang gerechnet, doch sei dieser mit nur 7,7 Prozent erwartet worden. Die rückläufigen PC-Verkaufszahlen sollen alle Regionen der Welt mehr oder weniger betreffen.

Zusätzlich sollen dem schwächelnden Markt Instabilitäten bei den PC-Herstellern, höhere Preise und Probleme mit den Zulieferern zu Schaffen machen. Windows 8, von einigen als Heilsbringer der Branche angesehen, werde von deutlich weniger Kunden gewünscht, als angenommen. Privatanwender upgraden seltener als gedacht und Unternehmen bleiben ebenfalls lieber bei Windows 7. Für Microsoft ist das doppelt schlimm, da sich die mobilen Geräte mit Windows 8 ebenfalls bislang nicht am Markt gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten. Den Studienmachern zufolge könnte ein breiteres Engagement in Touch-fähigen PCs den Marktverfall verlangsamen. Doch selbst Intels Touch-fähige Ultrabooks verkaufen sich vergleichsweise schlecht - Grund dafür sei der hohe Preis. Ehemalige Netbook-User würden zudem zum Großteil nicht etwa auf den PC umsteigen, sondern auf Tablets.

Für die Zukunft sagen die Marktforscher von Gartner einen weiteren Rückgang voraus. Für 2013 erwarten sie 315 Millionen verkaufte Rechner - 2012 waren es noch 341 Millionen. 2014 sollen es gar nur noch 302 Millionen sein.

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