1037167

Lenovo zufrieden mit Apples Desinteresse an China

06.07.2010 | 07:55 Uhr |

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo, der vor einigen Jahren das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte, schätzt sich glücklich, dass Apple kein großes Interesse an China zeige.

Lenovo Logo abstract
Vergrößern Lenovo Logo abstract

Wie Lenovos Chairman Liu Chuanzhi der Financial Times verriet. "Wir haben Glück, dass Steve Jobs solch ein schlechtes Naturell hat und sich nicht für China interessiert. Würde Apple sich um den chinesischen Verbraucher so sehr bemühen, wie wir es tun, hätten wir ein Problem", erklärt Chuanzhi. Die Äußerungen des Lenovo-Chefs bestätigte der Unternehmenssprecher Jay Chen gegenüber dem IDG News Service, verwies jedoch auf den Zusammenhang: Chuanzhi habe sie im Rahmen eines entspannten Dinner-Interviews getätigt, Lenovo sei sich sehr wohl weiterhin seiner eigenen Stärken bewusst. Lenovo dominiert seit Jahren den chinesischen Markt, Apple nennt für das Land keine Umsatzzahlen.

Gleichwohl scheint Apple seine Anstrengungen in Asien zu verstärken, Mac-Verkäufe stiegen in Asien - Japan aus der Bilan ausgenommen - im Zeitraum von Oktober 2009 bis März 2010 um 61 Prozent auf 615.000 Stück an, berichtete der Mac-Hersteller zuletzt der US-Börsenaufsicht. Damit wächst Apple in Asien stärker als in anderen Regionen. Auch in China ist Apple aktiv, kurz vor den olympischen Spielen 2008 eröffnete in Peking der erste Apple-Store, ein zweiter soll in Kürze in Shanghai folgen. Wie lange sich der Lenovo-Chef wohl noch entspannt zurücklegen kann?

0 Kommentare zu diesem Artikel
1037167