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PC-Markt wächst weiterhin nur schwach

04.05.2001 | 00:00 Uhr |

Der deutsche Markt für Personal Computer hat im
ersten Quartal dieses Jahres erneut ein nur schwaches Wachstum im
Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Mit 2,3 Prozent lag das Ergebnis
deutlich unter dem Wachstum des gesamteuropäischen Marktes (7,2
Prozent). Das ergab eine Studie, die das Marktforschungsinstitut
Gartner Dataquest am Freitag veröffentlichte. Im europäischen
Vergleich belegt danach Deutschland allerdings weiterhin mit 1,8
Millionen verkauften Computern den Spitzenplatz.

«Die Nachfrage kam vor allem von kleinen und mittelständischen
Unternehmen», sagte Thomas Reuner, Analyst bei Dataquest in London.
Große Unternehmen, die im Vorjahr ihre Anschaffungen eingefroren
hätten, belebten nur langsam wieder den Markt. Für eine deutliche
Stärkung fehlten derzeit aber vor allem neue technische Entwicklungen
wie etwa Breitband-Verbindungen oder drahtlose Netzzugänge. Bis
solche Innovationen verfügbar seien, müsse sich der Markt «auf
Normalität einstellen».

Fujitsu Siemens führt mit einem Marktanteil von 21 Prozent
weiterhin den deutschen PC-Markt an, musste allerdings einen
deutlichen Verkaufsrückgang um 20,4 Prozent hinnehmen. Compaq verlor
im Konsumentengeschäft, erzielte insgesamt aber ein neutrales
Ergebnis (-0,6 Prozent) und konnte den zweiten Platz mit 8,0 Prozent
Marktanteil verteidigen. Klarer Gewinner mit einer Verdoppelung der
verkauften Stückzahl und einem Wachstum von 99,7 Prozent war Hewlett-
Packard: Das Unternehmen erreichte mit 6,4 Prozent Marktanteil den
dritten Platz. Platz vier belegt Dell Computer mit einem
Wachstumsumsatz von 24,9 Prozent und einem Marktanteil von 5,1
Prozent.
dpa

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