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PDFs im Überblick: Papers 1.8 jetzt auf Deutsch

16.04.2008 | 15:06 Uhr |

Papers organisiert PDF-Dateien seit heute auch in deutscher Sprache. Die Software richtet sich vor allem an Wissenschaftler, die mit einer Flut von PDF-Publikationen zurecht kommen müssen. Mit ihr lässt sich nicht nur nach solchen Dokumenten suchen, Anwender organisieren ihre PDFs mit Papers, archivieren sie und lesen sie direkt in der Software.

Obwohl das Internet als dezentrales Netzwerk seinen Ursprung in militärischen Überlegungen zu Zeiten des Kalten Krieges hat, entdeckten Wissenschaftler bereits sehr früh, wie sie das ARPA-Netz für ihre Zwecke nutzen konnten. Der große Vorteil: Sie konnten die neuesten Forschungsergebnissen ihrer Kollegen bereits berücksichtigen, bevor diese in periodisch erscheinenden Zeitschriften publiziert wurden. Die akademische Welt machte das Internet ab den 70er-Jahren zu dem, was es heute ist - und noch immer ist der Austausch und Abruf von Publikationen eine wichtige Funktion des Netzes. Der Flut von PDF-Dateien, die sich im Internet tummeln, lässt sich allerdings ohne entsprechende Software kaum mehr Herr werden. Die Software Papers , die in der soeben erschienenen Version 1.8 auch auf Deutsch zu haben ist, will mit Mac-Feeling, vielen vertrauten Funktionen und einer ansprechenden Optik bei Mac-Anwendern punkten. PDF-Dateien suchen, herunterladen, archivieren und organisieren: All diese Aufgaben lassen sich mit Papers innerhalb einer übersichtlich gestalteten Oberfläche erledigen. Bei der Suche greift die Software auf eine Reihe von Sammlungen wissenschaftlicher Werke zu, auf Google Books ebenso wie auf NASA-ADS, MathSciNet, PubMed, Web of Science und andere. Mit Hilfe von Plug-ins lässt sich die Auswahl erweitern, ein SDK lässt sich beim Hersteller herunterladen. Papers verwendet eine Reihe von Techniken in Mac OS X und zeigt eindrucksvoll, was man daraus machen kann: Core Data, PDFKit, Spotlight, das WebKit und viele andere Techniken aus dem Apple-Baukasten hat Hersteller Mekentosj aus den Niederlanden in die Software integriert und dafür im letzten Jahr einen Apple Design Award gewonnen. Entsprechend einfach lässt sich die Software bedienen, sie sieht iTunes ähnlich, verwendet Tabs wie Safari und die meisten Funktionen sind aus anderer Mac-Software bekannt. In die Software ist ein Browser bereits eingebaut, mit dem sich Internetseiten durchsuchen lassen. PDFs zeigt sie zum bequemen Lesen am Bildschirm auch im Vollbild an. An bearbeitete Dokumente lassen sich Notizen anfügen, Kopien verschickt man direkt aus Papers heraus an Kollegen. Für das Wiederfinden von Dokumenten lassen sich diese mit Schlüsselwörtern versehen, seit Version 1.8 kann die Software beim Herunterladen von Dateien aus dem Internet auch automatisch nach Metadaten suchen und diese hinzufügen. Autor und Zeitschrift lassen sich ebenso eintragen wie Wertungen vergeben - ganz wie in iTunes eben. Wer bereits viele PDFs gesammelt hat, dem hilft ein Assistent beim ersten Start der Software beim Importieren. Dann übernimmt die Software die Umbenennung aller PDF-Dateien auf Basis der Metadaten und kopiert sie auf der Festplatte in Unterordner eines festgelegten Verzeichnisses, deren Namensgebung sich festlegen und sich beispielsweise aus Jahr und Autor zusammensetzen lässt. Über Plug-ins arbeitet die Software auch mit Bibliographier-Systemen wie Endote und BibTex zusammen. Voraussetzung für Papers ist mindestens Mac OS X 10.4 und mindestens ein 1,5 Gigahertz-G4-PPC- oder ein beliebiger Intel-Prozessor. Die Einzellizenz kostet 29 Euro, ein kostenloser Test ist 30 Tage lang möglich. Unter dem ähnlichen Namen iPapers gibt es aus dem Open Source-Bereich eine kostenlose, wenn auch im Funktionsumfang reduzierte Alternative.

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