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PMA 2002 bringt viel Neues für Digitalfotografen

08.03.2002 | 13:36 Uhr |

Auf der Foto-Fachmesse PMA Ende Februar in Florida haben zahlreiche Hersteller neue Produkte gezeigt, die im Markt für Digitalkameras für neue Impulse sorgen.

Waren im Bereich der digitalen Spiegelreflex-Kameras mit Wechseloptik bislang fast nur Modelle der Preisklasse über 5.000 Euro erhältlich, so haben jetzt unter anderem Canon und Nikon deutlich günstigere Modelle vorgestellt. Aber auch im Markt der so genannten Consumer-Modelle sorgen die zahlreichen Ankündigungen für Bewegung. Macwelt stellt die wichtigsten Neuheiten vor:

Foveon und Sigma


Viele Konsumenten beurteilen eine Digitalkamera als erstes nach der Megapixel-Zahl. Getreu dem Motto "Mehr ist besser" übertrafen sich daher die Hersteller in der Vergangenheit gegenseitig und brachten neue Modelle in immer kürzeren Abständen auf den Markt. Einen anderen Weg will jetzt das amerikanische Unternehmen Foveon beschreiten. Während herkömmliche CCD-Sensoren pro Pixel nur eine der Grundfarben Rot, Grün oder Blau wahrnehmen und die anderen Farben durch aufwendige Rechenoperationen interpolieren, kann der von Foveon entwickelte X3-Sensor mit jedem Pixel alle drei Grundfarben gleichzeitig "sehen" und erfassen. Aufwändige und unter Umständen auch Bild verfälschende Rechenoperationen entfallen so, weil jeder der Pixel wie ein Farbfilm in drei übereinander liegenden Schichten aufgebaut ist.

Sigma SD9


Der bislang vor allem durch Objektive bekannte Hersteller Sigma hat auf der PMA eine digitale Spiegelreflexkamera vorgestellt, die mit dem Foveon X3 CMOS-Sensor ausgestattet ist und eine Auflösung von 3,4 Millionen Pixeln bietet. Die SD9 ist kompatibel zu allen SA-Objektiven des Herstellers, hat allerdings einen Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,7. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 24 mm entspricht im Einsatz mit der Sigma SD9 also einer Brennweite von mehr als 40 mm.
Die SD9 bietet eine Mehrfeldmessung, einen Autofokus mit Schärfenachführung und Verschlusszeiten von bis zu 1/6.000 Sekunde. Die Aufnahmen werden ausschließlich im RAW-Format auf Compactflash-Karten oder Microdrives gespeichert und per USB oder Firewire auf den Mac übertragen. Über den Blitzschuh lassen sich Sigma eigene TTL-Blitze aufstecken, ein integrierter Blitz ist nicht vorhanden.
Voraussichtlich im Mai soll die Sigma SD9 in den Handel kommen und etwa 3.000 Euro kosten.

Neues von Canon...

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