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PRAM: Intel stellt möglichen DRAM-Nachfolger vor

16.04.2007 | 13:09 Uhr |

Einige Hersteller möchten herkömmliche Speicherchips (DRAM) durch die Verwendung von Flash-Speicher in Rente schicken. Andere arbeiten an einer Technologie namens PRAM (phase-change RAM), die ebenfalls DRAM ersetzen könnte und gegenüber Flash einige Vorteile bietet. Auf dem kommenden Intel Developer Forum in Peking will das Unternehmen nun seine PRAM-Technik erstmals öffentlich vorführen.

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Bei PRAM handelt es sich um einen nicht-flüchtigen Speicher, an dessen Entwicklung unter anderem Intel beteiligt ist. Die Technologie soll in erster Linie Flash-Speicher ersetzen, könnte aber auch DRAM in Rente schicken. Denn wie bei Flash-Speicher verbleiben Inhalte auch bei PRAM nach dem Ausschalten auf den Chips und sind - etwa beim Booten eines Systems - somit sofort wieder verfügbar. Dass Flash-Technologie DRAM bislang noch nicht abgelöst hat, liegt vor allem daran, dass Daten auf Flash-Speicher langsamer geschrieben und gelesen werden können, als bei DRAM, sie weniger Kapazität bieten und dazu noch recht teuer sind.

Zudem gibt es bei Flash-Speichern das Problem der Alterung. Um Inhalte zu speichern, werden bei der Flash-Technologie - vereinfacht gesagt - Elektronen in den Speicherzellen "gefangen". Um die Speicherzelle zu löschen, muss das Elektron wieder freigegeben werden, was - je älter das Bauteil wird - nicht unbedingt wieder gelingt. Die Folge: Der Speicherchip wird unbrauchbar. Über derartige Einschränkungen soll PRAM dagegen nicht verfügen. Bei dieser Technologie kommt "Chalcedon"-Glass zum Einsatz, dessen Zustand durch die Hitze eines elektrischen Stroms verändert werden kann. Zwei Zustände sind dabei möglich: Kristallin und Amorph, was 0 und 1 im binären System entspricht.

Im Gegensatz zu Flash-Speicherchips soll diese Zustandsänderung bei PRAM keine Alterung der Chips zur Folge haben, wie Justin Rattner, CTO bei Intel , erläuterte.

Doch selbst wenn sich PRAM als Alternative zu DRAM etablieren sollte, würde dies nicht automatisch das Ende dieser Speichertechnologie bedeuten. Aus Sicht von Rattner wäre durchaus denkbar, dass sich DRAM dann an einer neuen Stelle in der Hierarchie wiederfinden könnte und PRAM der neue Standard wird.

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