1055407

Informatik-Professor kritisiert Sonys Sicherheitsvorkehrungen

09.05.2011 | 07:07 Uhr |

Bei einer Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus kritisierte ein Informatik-Professor Sonys veraltete Sicherheitsvorkehrungen im PlayStation Network. Das Unternehmen sei bereits auf die Hacker-Gefahr hingewiesen worden, habe jedoch nicht reagiert

Informatik-Professor kritisiert PSN-Sicherheit
Vergrößern Informatik-Professor kritisiert PSN-Sicherheit
© sony.com

Gene Spafford, Professor für IT-Informatik an der Purdue University, hat bei einer Anhörung vor dem ständigen Ausschuss für Energie und Handel des US-Repräsentantenhauses schwere Vorwürfe gegen den japanischen Technik-Konzern Sony erhoben. Laut Spafford seien die Sicherheitsvorkehrungen auf den Sony-Servern veraltet gewesen. In seiner Zeugenaussage vermutet er, dass das Unternehmen auch bereits auf diesen Umstand hingewiesen worden sei, jedoch nicht reagiert habe.

Sonys Webserver wurden über Apache-Software ohne jeglichen Firewall-Schutz betrieben. Die dabei verwendete Version sei Spafford zufolge völlig veraltet und mit Sicherheitslücken gespickt. Sicherheitsexperten hätten bereits vor Monaten in einem offiziellen Sony-Forum über dieses Risiko diskutiert. Auch der französische Hacker Mathieu Hervais bestätigte in seiner Aussage vor dem Repräsentantenhaus, dass er Sony in den vergangenen Wochen mehrmals per E-Mail sowie über den Micro-Blogging-Dienst Twitter über seine schwerwiegenden Sicherheitsbedenken informiert habe. Inwieweit die Aussagen stimmen, wird die US-Regierung in den nächsten Monaten prüfen.

Vor Ostern fielen das PlayStation Network der PS3 sowie die Sony-Online-Entertainment-Server einem Hacker-Angriff zum Opfer. Dabei wurden die persönlichen Daten samt Kreditkarten-Nummern von über 100 Millionen Nutzern gestohlen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1055407